Mit Fischer, Gehring, Rosenkranz wurde das Ende der Zukunft gewählt, in Österreich

Posted on 31. März 2010

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Die Kandidaten und die Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin läuten in Österreich nicht, wie oftmals in einem beliebten Diskursspiel schon ausgerufen, das Ende der Geschichte ein, sondern sie stehen für das Ende der Zukunft, da sie Vergangenheit präsentieren, die vorgebrachten Gründe, sie zu wählen, Vergangenheit sind …

Heinz Fischer habe, wird gerne von seinen Unterstützern und Unterstützerinnen gesagt, seine Arbeit in den letzten sechs Jahren in diesem Amt gut gemacht, er werde die kommenden Jahre wie die letzten, die kommenden wie die letzten Jahre  … Und vor allem wird vorgebracht, Heinz Fischer (plakatiert Werte) sei die Alternative zu Barbara Rosenkranz (plakatiert Werte), zu dieser menschgewordenen Vergangenheit als Kandidatin, er stehe für jenes Österreich, das …

Es ist unbestritten, daß Heinz Fischer ein einwandfreies Verhältnis zur nationalsozialistischen Vergangenheit, nichts mit diesem mit Rosenkranz in der Hand geweihten Gedankengut zu tun hat, er nicht nur um die historischen Fakten weiß, sondern diese auch vollkommen anerkennt. Aber das ist noch kein Wahlargument für ihn; denn Jahrzehnte nach dem Niedergang dieser aus der deutschen Volksgemeinschaft erstandenen Diktatur der Vernichtung eine selbstverständliche Position, die in keinem Anforderungsprofil mehr gesondert …

Aber ebenso richtig ist es, daß Heinz Fischer für eine Vergangenheit der Zweiten Republik steht, die andauert und weiter dauern wird, für eine Vergangenheit, die alles, was Barbara Rosenkranz verkörpert, hofiert, duldet, entschuldigt …

Zu erinnern ist an die Rolle des Befehlsempfängers Heinz Fischer in der sogenannten Kreisky-Peter-Wiesenthal …

Zu erinnern ist an die österreichisch-nordkoreanische Freundschaft und an die Erklärungen von Heinz Fischer, es seien ja in dieser Gemeinschaft auch Angehörige der ÖVP … Eine Erklärung auf dem Niveau von Kurt Waldheim, inhaltlich wie der Satz von der lediglichen Pflichterfüllung …

Um es zu einem Abschluss zu bringen.

Während Heinz Fischer salbungsvoll auf dem Korridor in der Hofburg die Grausamkeit des Nationalsozialismus beklagt und in seiner höflichen Art zur Seite tritt, damit die Burschenschafter, die Landsmannschafter, die Sozialheimatschafter unter Waffen ungehindert zu ihrem deutschen Tanz eilen können, vergißt aber Heinz Fischer nicht, wer auch seiner Unterstützung bedarf

Zu Barbara Rosenkranz selbst will hier nichts mehr angeführt werden.

Auch zu Rudolf Gehring (im Parteilogo Werte) will hier, jedenfalls heute, nichts mehr ….

PS Ein Zeichen für den Willen, aus dieser österreichischen Vergangenheit endlich herauskommen zu wollen, wäre gewesen, am 25. März 2010 nicht einen Lichterkranz gegen Rosenkranz zu veranstalten, sondern eine machtvolle Demonstration gegen Wegweiserecht und Bettelverordnung von der fischerschen Partei …

PPS Würde es noch einen weiteren Kandidaten geben, einen von der ÖVP, wäre die heutige Überschrift lediglich um einen Namen länger ausgefallen, wohl um des Onkels Namen länger: Pröll … 

PPPS  Eingedenk auch der Christlich-Sozialen ist es verlockend, über den gesamten Stimmzettel zu schreiben: In Eurer Zeit ist keine Zukunft

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