Kirche – Austreten ist Heraustreten

Posted on 8. Januar 2011

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Die breite Berichterstattung über, aktuell diesmal, Kirchenaustritte veranlaßt dazu, sich dem Luxus hinzugeben, über eine dieser Organisationen der Organisierten Glauben vier oder fünf Sätze zu schreiben, eine Zurechtrückung vorzunehmen.

Wer aus der katholischen Kirche austritt, tritt willentlich heraus, entscheidet sich somit selbstbestimmt gegen den Verbleib in einer Organisation, der kein Bürger und keine Bürgerin eines demokratischen Rechtsstaates angehören darf, da es sich bei dieser Organisation um eine von einem Grätzel in Rom aus absolutistisch und also total undemokratisch regierte Organisation handelt, die somit jedwede demokratisch verfaßte Gesellschaft durch eine Parallelgesellschaft gefährdet, u.a. bereits durch die ihre unentwegte Einforderung von Gehorsam, durch die ihre obsessive Propaganda einer ausschließlich einem allein für sie existierenden Höllenhimmelführer total zu dienenden Menschheit, durch die ihre massive stolzstarre Zurschaustellung autoritärer Strukturen, die, im harmlosesten Fall, eine Weiterentwicklung der demokratischen Gesellschaft behindert.

Wer die Grätzelmauern des Vatikans durch Aufkündigung der Mitgliedschaft hinter sich läßt, handelt nicht gegen das Gewissen, das für dieses Herausteten auch gar nicht zu prüfen ist, sondern korrigiert lediglich die anmaßende Entscheidung der Eltern, ihre je gerade einmal ein paar Tage alten Kinder zu Mitgliedern irgend einer Organisation zu machen, ihre Kinder somit weltanschaulich als Kälber zu brandmarken, worunter viele, wie gewußt wird, lebenslänglich leiden, es nicht wagen, dieser Organisation je ihre Mitgliedschaft zu kündigen, und auch deren Kinder wieder dazu zwingen, die wiederum ihre Kinder …

Die römisch-katholische Kirche hat soher in erster Linie keine selbstbestimmten Mitglieder, sondern hinter die Grätzelmauern Verschleppte, in den Armen von Eltern, die ihre Verantwortung, die sie ihren Kindern gegenüber haben, autoritär mißbrauchen, indem sie ihre Kinder durch ihre ihnen aufgezwungene Mitgliedschaft in ein Traditionsstahlkorsett zwängen, das ihnen, vielen ein Leben lang, weltanschaulich die Luft zum freien Atmen nimmt.

Und noch eine Zurechtrückung.

Die römisch-katholische Kirche ist an den willentlichen und selbstbestimmten Eintritten, nicht an den Austritten, also an den Korrekturen elterlicher Entscheidungen, zu messen. Am Lande, wird oft gehört, seien die Menschen noch sehr bereit, dieser Organisation anzugehören. Aber auch am Lande entscheidet sich kaum wer willentlich und selbstbestimmt, Mitglied dieser Organisation werden zu wollen. Als Beispiel dafür die Eintrittszahlen aus Oberösterreich, den Oberösterreichischen Nachrichten am 8. Jänner 2011 entnommen: 807 neue Mitglieder im Jahr 2009, 892 neue Mitglieder im Jahr 2008 und 753 neue Mitglieder im Jahr 2007.  Während in Oberösterreich im Jahr 2008 6497 und im Jahr 2009 9338 ihre Mitgliedschaft kündigten, somit die unberechtigte Einschreibung der Eltern für null und nichtig erklärten.

Posted in: Chronik