Von der Pflicht, sich umfassend (spätestens vor jedweder Wahl) zu informieren

Posted on 14. Dezember 2010

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Denn zu wählen allein, reicht bei weitem nicht aus …

Wienpost.at  hat ins Gedächtnis gerufen, daß es 2010 eine Wahl gab, auch mit einem Kandidaten Dr. Rudolf Gehring.

Es wählten um die 170.000 diesen christlichen Mann, wollten also um die 170.000 Wähler und Wählerinnen diesen christlichen Mann als Bundespräsidenten …

Alfred Nechvatal und Dr. Rudolf Gehring sind Facebook-Freunde …

So blieb es nicht aus, einen Blick auf die Pinnwand von Dr. Rudolf Gehring zu werfen.

Um die 170.000 Menschen wollten also einen Mann als Bundespräsidenten, der eine Legende unwidersprochen auf seiner Pinnwand stehenläßt, und zwar die Legende, daß in China in Restaurants Föten als Speise angeboten werden, von einem Bruder Michael auf die Pinnwand des christlichen Mannes geschrieben …

Um die 5% der Stimmberechtigten in Österreich wollten also einen diesen christlichen Mann als Bundespräsidenten … Wie gut, daß es nicht mehr waren. Sich vorzustellen, daß es einen Bundespräsidenten geben könnte, der mit, beispielsweise, einem Bruder Michael, mit einem Alfred Nechvatal sich über die Führung der Amtsgeschäfte eines Bundespräsidenten dann beraten hätte …

Wie es um den Wahrheitgehalt dieser Bruder-Michael-Behauptung bestellt ist, gibt u.a. Auskunft ein Artikel von Spiegel-Online bereits aus 2006: Die Legende von den Babyfressern

Dr. Rudolf Gehring ist Obmann der CPÖ, einer Partei, von der zu erwarten ist, daß sie auch Kandidatin in zukünftigen Wahlen sein will, sein wird. Und zu erwarten muß verstärkt von Wählerinnen und Wählern sein, daß sie sich ihrer Pflicht endlich bewußt werden, ihrer Pflicht, sich umfassend zu informieren, wen sie in gleich welcher Wahl ihre Stimmen geben wollen.

Dieses Beispiel demonstriert Wählerinnen und Wählern ebenfalls gut ihre Aufgabe vor jedweder Wahl, nämlich die wichtige Aufgabe, zu prüfen, ob eine Partei, ein Kandidat, eine Kandidatin ebenfalls in der Lage ist, Fakten von Legenden zu scheiden, tatsächlich in der Lage ist, Informationen auf ihren Wahrheitgehalt abklopfen zu können, also tauglich ist, um weitreichende Entscheidungen zu treffen, sei es im Bereich der Innen- und Außenpolitik, in der Wirtschaftspolitik, in der Sozialpolitik …

Die Wählerinnen und Wähler, die Dr. Rudolf Gehring zum Bundespräsidenten machen wollten, hätten dieses Beispiels gar nicht benötigt; denn bereits allein die gehringschen Vorstellungen im Wahlkampf hätten ausreichen müssen, um sich warnend vorstellen zu können, welche Entscheidungen schon ein nur mit sich selbst beratender Bundespräsident Dr. Rudolf Gehring …

Posted in: Chronik