Erklärt Heine – der »ZZ«-Schaft

Posted on 27. Oktober 2010

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In der aktuellen Ausgabe der ZZ (Zur Zeit), in der im Kaffeehaus Prückel geblättert wurde, mußte laut aufgelacht werden …

Alles falsch. Einfach und schlicht: alles falsch.

Mag ein Vers durch die Jahrzehnte und Jahrhunderte auch eine eigenständige Bedeutung erlangen, sich also verselbständigen von seiner im Gedicht eingebetteten Bedeutung, und soher allenthalben herhalten müssen, oft genug für aberwitzige Beweisherstellungen, ist doch zu schreiben, daß Helge Morgengrauen gerade mit diesem Vers einen für sein Deutschtumgegeiferundgejammer gänzlich unpassenden Vers wählte …

Als besonderes Service für Helge Morgengrauen, wie bereits in der Schule Gedichte interpretiert werden:

http://www.abipur.de/hausaufgaben/neu/detail/stat/668148199.html.

Wie sorgfältig interpretiert und zusätzlich genau darauf  geachtet wird, daß auch die Daten stimmen. Helge Morgengrauen schreibt, Heinrich Heine hätte dieses Gedicht vor 1840. Tatsächlich aber war es 1843 … Das mag nun pingelig genannt werden, vier oder drei Jahre früher, vier oder drei Jahre später. Ja, durchaus, pedantisch. Aber es zeigt doch sehr gut, wie sorglos, schlampig diese Schaften arbeiten. Und es zeigt doch sehr gut, wie durch diese verantwortungslose Sorglosigkeit und Schlampigkeit für diese Kreise Daten und Fakten überhaupt erst zu brauchbaren Daten und Fakten werden, um sie erbarmungslos gegen Menschen einzusetzen.

PS Es wurde nicht recherchiert, ob Helge Morgengrauen manche Artikel nur mit H.M. zeichnet. Das interessiert auch nicht. Wer immer beispielsweise in dieser aktuellen Ausgabe der ZZ die Literatur als Zeugin aufrief, hat sich nicht dafür empfohlen, zur Abiturprüfung je antreten zu dürfen.

Posted in: Unterhaltung