Zwischen Michael Köhlmeier und Andreas Unterberger

Posted on 4. September 2010

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Steht Udo Ulfkotte, wohl auch Experte für das TolarenzGen, der sich  freuen kann, breiteste Gratis-Werbung für sich und seinen Verlag lukrieren zu können …

Der  Galopp der österreichischen Medien auf dem Weg in die Qualitätslosigkeit scheint nicht mehr aufhaltbar …

Es müßten also längst schon breiteste Diskussionen darüber geführt werden, wie das weitere Abrutschen in die absolute, auch mediale,  Qualitätslosigkeit vermieden werden kann, und nicht darüber, ob es denn einen …

Unter Qualitätslosigkeit wird hier u.a. verstanden, Personen breitesten Raum zu bieten, von Personen, deren einziger Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung die Aufwiegelung mit unhaltbaren Aussagen ist, die Themen zu übernehmen und für sie zu verbreiten …

Dafür ist Udo Ulfkotte ein aktuelles Beispiel. Letzten Mittwoch vom ORF zum Experten geschlagen und von Michael Köhlmeier im Club 2 als einen Menschen präsentiert, der kompetente Antworten geben könnte, empfiehlt heute schon Andreas Unterberger in den Salzburger Nachrichten, Udo Ulfkotte zu lesen …

Auch eine Zeitung, wie die Salzburger Nachrichten, die als Qualitätszeitung gehandelt wird, stellt augenblicklich die unergiebige Frage, ob denn Österreich ein Thilo Sarrazin fehle … Daß Andreas Unterberger sofort dazu einen Beitrag liefert, verwundert nicht, kann nicht aufregen, ist das von Andreas Unterberger Erwartbare … Katharina Krawagna-Pfeifer widerspricht selbstverständlich Andreas Unterberger, und dennoch schreibt sie mit an der Bedeutung etwa von einem Thilo Sarrazin, adelt noch die Aussagen, die sie als Thesen bezeichnet …

Unter Qualitätslosigkeit wird hier u.a. auch verstanden, wenn die breite öffentliche Diskussion vom Publikum der Weinstuben bestimmt wird, die Diskussion mit diesen Gästen nicht mehr dort geführt wird, wo diese hingehört, nämlich in die Weinstuben, am Stammtisch sind Udo Ulfkotte und Thilo Sarrazin ernst zu nehmen, sind ihnen beispielsweise die Ergebnisse von Forschungen zu erklären …

Der Stammtisch in den Weinstuben wird hier nicht angeführt, um Thilo Sarrazin und Udo Ulfkotte zu beleidigen, sondern um das Analoge zu den Gesprächen am Stammtisch aufzuzeigen. Es ist der gleiche Verlauf. Zuerst wird etwas behauptet, wie beispielswiese die Gen-Sache von Thilo Sarrazin, dann wird wieder etwas bestellt, dann werden gegen eine Aussage Zweifel angemeldet, dann wird wieder etwas bestellt, und die Aussage zurückgenommen, wie beispielsweise von Thilo Sarrazin die Gen-Sache … Möglicherweise hat inzwischen Udo Ulfkotte seine Aussage über das fehlende Toleranz-Gen, zurückgenommen …

Es reicht vollkommen aus, diesen Personen genau zuzuhören, denn sie offenbaren selbst, was von ihren Aussagen zu halten ist, nämlich nichts.  Und sie verraten es auch ganz offen, wofür Andreas Unterberger wohl einer der beste Zeugen ist:

Aber niemand sollte mir glauben, sondern einfach das Buch lesen.

Allein die Waschzettel für derartige Bücher, wie für jenes von Udo Ulfkotte, sagen alles über den Wert derartiger Bücher. Diese Bücher haben keinen Wert für die breite Diskussion …

Weshalb solche Bücher dennoch einen derartigen Anklang finden? Unterhaltung, gefährliche Ablenkung, um beispielsweise die Wirtschaftskrise zu vergessen?

PS Was zum Beispiel von Udo Ulfkotte gelesen werden kann:

https://bernhardkraut.wordpress.com/2010/09/02/michael-kohlmeier-oder-von-der-gefahrlichkeit-durch-uberholtes-wissen-und-uninformiertheit-der-bildungsnahen/

PPS Und warum von Andreas Unterberger die Aufforderung, ihm nicht zu glauben, eine Fleißaufgabe war:

https://bernhardkraut.wordpress.com/2009/10/27/andreas-unterberger-liest-den-freiheitlichen-dankend-eine-studie/

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