Martin Graf schaut vorbei, auch in Belgien

Posted on 19. August 2010

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Es wurde zwar gestern bereits etwas zur grafschen Verteidigung des Plakates der Partei, deren Personal FPÖ, BZÖ und FPK betreibt, geschrieben … Nachdem aber Martin Graf seine Verteidigung überall veröffentlicht, wo es ihm nur möglich zu sein scheint (Unzensuriert, Zur Zeit, auf seiner Webpage), soll heute noch zu ein paar Zeilen aus seiner Verteidigung dieses Plakates zusätzlich etwas geschrieben werden, und zwar zu diesen:

Ich denke an Zuwanderer, die unsere demokratischen Werte nicht teilen, und das auch lauthals verkünden, indem sie – zum Beispiel jüngst in Belgien – zur Ermordung des vermutlich künftigen Regierungschefs aufrufen, weil sich dieser öffentlich zur Homosexualität bekennt.

Beinahe könnte ausgerufen werden, was für ein guter Mann, was für ein ehrenwerter Mann … Denn Martin Graf macht sich Gedanken zu demokratischen Werten, Martin Graf zeigt auf, welchen Gefahren Homosexuelle …

Aber es darf nicht nur gelesen werden, was Martin Graf schreibt, es muß vor allem gelesen werden, was Mag. Dr. Martin Graf nicht schreibt …

Es ist wahr, daß es einen Brief mit einer Morddrohung gegen Elio Di Rupo gibt. Und dieser eine Brief dient dem III. Präsident NR, um bedenkenlos böses Blut  … Diesen einen Brief, von dem nicht einmal zweifelsfrei gesagt werden kann, wer diesen tatsächlich schrieb, nimmt Martin Graf als seinen Beweis, allen Menschen, die zugewandert sind, zu unterstellen, lauthals zu verkünden, daß sie … Alle Menschen, die zugewandert sind, seien, wie es der III. Präsident NR formuliert, Mitglieder ausschießlich eines bestimmen Organisierten Glaubens …

Es wird gedacht, demokratische Werte beinhalten u.v.a.m. auch die redliche und also umfassende Weitergabe von Informationen, das differenzierte Verfassen …

Der Mangel von Martin Graf soll hier ausgeglichen werden, und zwar mit der dazugehörigen Information, die auf der Webpage des belgischen Rundfunks einfach abgerufen werden kann, aus dieser vom 12. August 2010 ein Auszug:

Das Vervierser Kollektiv der Muslime verurteilet die Todesdrohung, die Präformateur Elio Di Rupo letzte Woche erhalten hat.

Das Vervierser Kollektiv der Muslime zweifelt zudem daran, ob der Autor des Briefes ein echter Muslim geschrieben wurde. Die Formel ‘Im Nahmen Allahs’ habe am Ende des Drohbriefes gestanden. Dabei werde die Formel als Brief-Einleitung genutzt. Zudem sei sie unvollständig gewesen.

Damit wäre das Wesentliche geschrieben, alles weitere würde wohl als zu polemisch aufgefaßt werden, wenn beispielsweise noch etwas über die Ansichten von Andreas Mölzer, wie Martin Graf ein Zur Zeitler, oder von anderen Angehörigen dieser Partei zu Homosexualität …

Posted in: Politik