Empörung im Zwei-Botschaften-Land

Posted on 17. August 2010

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Nationale Reime haben seit jeher keinen schönen Klang - Ready media dump-Material: ÖVP-Plakat 1970; FPÖ-Plakat 1999, FPÖ-Plakat 2010 mit 8 Personen, wovon drei Personen je zwei Finger ausstrecken und drei Personen je einen Finger; Christlich-Soziales Plakat 1920; Wahlplakat mit Fahnenspruch der Deutsch-Nationalen Volkspartei 1932, Plakat 2010 von Wirtschaftskammer, Polizei, Stadt Wien

Es gibt, wieder einmal, ein Plakat, das aufregt, empört, weil es ein Plakat mit einer eindeutigen Botschaft ist, einer Botschaft, die das Wesen dieser Partei, erneut, bestätigt, das Gedankengut dieser Partei auf die Straße trägt, das sonst etwa in Zur Zeit  …

Die Empörungsmaschine wurde augenblicklich eingeschaltet, zur Reaktionsproduktion einer eindeutigen Botschaft gegen diese plakatierte Botschaft der FPÖ …

Die reaktive Empörung über derartige Plakate ist die eine Botschaft im Zwei-Botschaften-Land, die zweite Botschaft ist aber eine die Rechte bedienende, die zweite Botschaft ist die aktive Botschaft, nach der auch stets gehandelt wird.

Die reaktive Botschaft der Empörung über das Plakat der Partei, deren Personal FPÖ und BZÖ und FPK betreiben, wird bald wieder verstummen, und was bleiben wird, ist … Wer erinnert sich noch an die Empörung, an diese erste Botschaft, beispielsweise, Dr. Martin Graf als Kandidaten aufzustellen? Gehandelt wurde nach der zweiten Botschaft, Martin Graf wurde zum III. Präsidenten NR gewählt, auch von sozialdemokratischen Abgeordneten

Die Empörung, das ist die eine Botschaft, wird, auch aktuell wieder, eingegrenzt auf eine Provokation im Wahlkampf, bis auf Ausnahmen, vorgebracht, gegen die FPÖ unter dem derzeitigen Obmann, also nicht einmal eine reaktive Empörung gegen die gesamte FPÖ,
zu keinem cordon sanitaire …

Wer in diesem Land seit Jahrzehnten lebt, kennt das ewige Spiel der zwei Botschaften, so daß darüber im Grunde nicht ein weiteres Mal geschrieben werden muß, auch nicht in wiederkäuender Ausführlichkeit mehr geschrieben werden will …

Es will nur eines noch festgehalten werden, nämlich was u.v.a.m. tatsächlich empörend ist … Es ist selbstverständlich nicht empörend, der FPÖ, wie stets gleich einschränkend formuliert,  je dieses Obmannes vorzuwerfen, von vorgestern zu sein, empörend aber ist es, etwa gewisse Gesetze zu verabschieden und selbst nicht davor zurückzuschrecken, vorgestrige Methoden wieder einzusetzen, vermehrt einzusetzen, in vielen Bereichen, wie hier schon geschrieben wurde …

Nun auch gegen Menschen, die betteln:

Um dieser neuen gesetzlichen Regelung auch im täglichen Leben zum Durchbruch zu verhelfen, ersuchen wir Sie um Ihre Mithilfe und Kooperation.

Das ist im gemeinsamen Aufruf von Stadt Wien, Polizei, Wirtschaftskammer zu lesen … Kooperation, der Begriff ist heutig, die Methode von vorgestern …

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