Ein Kardinal aus Wien

Posted on 28. Juni 2010

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Beinahe wollte der ersten Eingebung beim Lesen eines Artikels in der umsonst verteilten Zeitung Heute nachgegeben werden, eine andere Überschrift zu wählen, eine deftige, eine umgangssprachliche …

Aber Ein Kardinal aus Wien ist die richtige und schon alles aussagende Antwort auf diesen ein paar Tage alten Artikel von Christoph Schönborn unter der Schlagzeile Ein Freund aus New York

Christoph Schönborn habe, sagte er in einem Gespräch in 2005, erst durch Peter Turrini überhaupt einen Zugang zur modernen Literatur bekommen …  Der lesende Arbeiter stand wohl nicht am Eingang … Denn dieser hätte Christoph Schönborn vielleicht geraten zu schreiben: Er war gerade acht Jahre alt, als Österreich Deutschland entgegeneilte …

Ohne einen solchen Rat kann Christoph Schönborn mit seiner durch den Herrn empfangenen Bildung lediglich die übliche Herrngeschichte schreiben, der auch ein wenig beigemengt ist die Story vom ersten Opfer, das Österreich nach wie vor gewesen sein möchte:

Er war gerade acht Jahre alt, als Hitler in Österreich einmarschierte.

Ach, wäre es nur Hitler alleine gewesen, der als Tippelbruder, gescheitert in Deutschland, nach Österreich zurückmarschierte, der Achtjährige hätte glücklich seine ganze Kindheit im Kreise seiner gesamten Familie in der Leopoldstadt verbringen können, vielleicht sogar, wenn es ihm gefallen hätte, sein ganzes Leben, ohne vor Hitler je fliehen und verstecken sich zu müssen. Vielleicht wäre Hitler ein derart berühmter Tippelbruder geworden und dadurch sein Name ein Synonym für Sandler, daß der Achtjährige, selbst zum Vater geworden, zu seinen Kindern auf der Taborstraße gesagt hätte, wartet, geben wir dem armen Hitler ein paar Groschen …

Wenn Christoph Schönborn, wie Peter Turrini erzählt, fröhlich beschwingt über Felder in Retz läuft und ruft, Jesus sei auferstanden, ist Christoph Schönborn sein privates Ausleben seines Glaubens von ganzem Herzen zu gönnen …

Etwas anderes ist es mit seinem Verbreiten von Legenden in Tageszeitungen.

Er scheut keine Mühen, weltweit für die Freiheit der Religionen, für ihren Beitag zur Versöhnung der Völker einzutreten.

Wie jedweder Glaube auf Sand gebaut und also verstandesfrei ist, sind die Augen auch vom Kardinal aus Wien voll Sand, wenn er etwas zur Wirklichkeit außerhalb seiner Glaubensfelder glaubt schreiben zu müssen …

Der Beitrag der Religionen sind die Gebete zu den Göttern vor jedweden Krieg um den Sieg, der Beitrag der Religionen sind die Gebete um guten Stahl, auf daß die die Schwerter beim Ausweiden der Feindeskörper nicht brechen, der Beitrag der Religionen sind die Gebete nach jedweden Krieg, wenn ein ganzes Land unter Blut steht, für den …

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