Karl-Heinz Hackl – Ehrenwert, aber rührselig apolitisch

Posted on 17. Juni 2010

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Karl-Heinz Hackl hat einen offenen Brief an den Obmann der sozialheimatschaftlichen Partei geschrieben …

Werter Karl-Heinz Hackl,

es ist von Ihnen ehrenwert, gegen die sozialheimatschaftliche Gesinnungsgemeinschaft Stellung zu beziehen, aber die Art und Weise, wie Sie es tun, ist rührselig und also apolitisch.

Es ist auch diese apolitische Rührseligkeit, die mehr fördert denn verhindert.

Es ist Ihnen zuzustimmen, wenn Sie schreiben, die Österreicher und Österreicherinnen wollen mit der schmutzigen Vergangenheit dieses Landes nichts mehr zu tun haben. Weil sie wollen wohl eine schmutzige Gegenwart und eine noch schmutzigere Zukunft.

Werter Herr Hackl, mit Ihrer Schreibe von der Ausgrenzung unterstützen Sie lediglich die sozialheimatschaftliche Klage, ausgregrenzt zu werden, besorgen Sie anständig die Geschäfte der …

Sie schreiben, der sozialheimatschaftliche Obmann schade dem Ansehen des österreichischen Bürgers … Die österreichische Bürgerin und der österreichische Bürger beschädigt sich selbst, durch die Wahl ebendieser sozialheimatschaftlichen Partei.

Kann ein sozialheimatschaftlicher Politiker noch mehr gelobt werden als durch Sie? Der gegenwärtige Obmann der sozialheimatschaftlichen Partei habe Sie, schreiben Sie,  zu einem Politiker gemacht …

Werter Herr Hackl, für wen kämpfen Sie konkret, wenn Sie für die österreichische Bevölkerung kämpfen? Wer ist konkret die Bevölkerung? Ist es die Bevölkerung, die nicht die sozialheimatschaftliche Partei wählt? Ist es die Bevölkerung, die die sozialheimatschaftliche Partei wählt? Sind Sie die Bevölkerung? Und wenn Sie nicht die Bevölkerung sind, wer sind Sie dann?

Es mag Ihnen hart erscheinen, aber, sehr geehrter Herr Hackl, Ihre Krankheit, die Sie glücklicherweise überwunden haben, ist politisch bedeutungslos.

Wenn Sie, sehr geehrter Herr Hackl, Politiker sein wollen, werden Sie auch politisch. Zum Beispiel auch dafür, um in Zukunft zu vermeiden, die Werbung der sozialheimatschaftlichen Partei zu übernehmen. Sie schreiben über sich selbst: »So wie er …«. Erinnert Sie das nicht selbst an die breitgestreute Werbung der sozialheimatschaftlichen Partei? Er dies und er das …

Sie schreiben, er sei ein Krisengewinnler und er sei eine Kopie … Seit wann gibt es die Krise? Besaß Jörg Haider tatsächlich diese Größe, um kopiert werden zu können? Was für eine Leistung, sozialheimatschaftliche Politiker groß zu schreiben , die lebenden und sogar noch die toten … Was verstehen Sie unter Gewinne aus einer Krise, politisch und wirtschaftlich? Ist eine Partei schon eine Krisengewinnlerin, wenn sie drei Prozent beispielsweise in der burgenländischen Landtagswahl, oder gerade mal um die sechzehn Prozent herum in der BundespräsidentInnenwahl …

Was »unser Land« tatsächlich »braucht«, wenn denn in einer solchen Kategorie gedacht werden soll, sind endlich keine rührselig apolitisch …

Es grüßt Sie herzlich,
eine Wahlstimme

Posted in: Politik