Ingrid Thurnher hilft Barbara Rosenkranz, der Autorin von Ares Stocker

Posted on 21. April 2010

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Anders kann es nicht auf den Punkt gebracht.

Damit ist österreichgemäß Ingrid Thurnher nicht die erste Journalistin, die zum Vorteil der sozialheimatschaftlichen Partei …

Seit Jahrzehnten wird gewußt, daß jedwede kleinste Ungenauigkeit von der sozialheimatschaftlichen Partei sofort dafür genutzt wird, sich als die verfolgte Partei schlechtin darzustellen, sich zum unschuldigen Opfer der Medien zu stilisieren. Trotz dieses Wissens machen Journalistinnen und Journalisten in Österreich erfahrungsresistent weiter, ungenau zu sein.

Welche Erklärungen kann es dafür geben?

Ingrid Thurnher zitierte also aus dem Buch von Barbara Rosenkranz. Das Zitat stimme so nicht, sagte sofort Barbara Rosenkranz …

Wie einfach wäre, auch für Ingrid Thurnher, es gewesen, das Buch von Barbara Rosenkranz auf den Tisch zu legen, das betreffende Zitat vorzulesen. Stattdessen aber, Ingrid Thurnher beharrt auf  die Richtigkeit ihrer Abschreibübung …

Darüber hinaus ist dieses Zitat auch nicht sonderlich … Für viele Zuschauerinnen und Zuschauer unverständlich in seiner Relevanz für die Wahl, höchstens für einen Ausruf gut, wie: meine Güte

Ingrid Thurnher hat nicht nach dem Verlag von Barbara Rosenkranz gefragt, nicht nach den anderen Büchern, die von diesem Verlag noch und noch publiziert werden, nicht nach dem einschlägig amtsbekannten Mag. Wolfgang Dvorak-Stocker, nicht nach seiner Neuen Ordnung …

Ingrid Thurnher wollte also kritisch sein, und war lediglich brav hilfreich, hilfreich gegen Barbara Rosenkranz, dieser Kandidatin zu ersparen, sich zu erklären, in was für einem dekorierten Verlag ihr Buch …

Ingrid Thurnher wollte kluggut und kritisch sich sehen, war aber lediglich brav hilfreich dabei, daß auch weiterhin nicht breitest öffentlich das einschlägig amtsbekannte Netzwerk, auch einer Barbara Rosenkranz, …

Aber über diese einschlägig amtsbekannten und gesellschaftlich bestens verankerten Netzwerke soll nicht breit öffentlich gesprochen werden, Angehörige dieser Netzwerke auch honoriger Bürger und Bürgerinnen sollen nicht breit öffentlich konfrontiert werden, nicht belästigt werden …

Das eine oder andere Zitat, zumeist tolpatschig und vor allem ungenau vorgebracht, gehört zum österreichgemäß netzwerkstützenden Spiel: Kritisch fragen, aber dergestalt, daß die Befragte die Kritik für sich gut nutzen kann, und die Fragende vor sich weiter als Kritikerin …

Und zum Spiel der Verdeckung als Information gehört auch beispielsweise: gerade im österreichischen Rundfunk, lieber Jugendliche vorzuführen, ach wie kritisch, als die Gefährlichen für die Gesellschaft, und zugleich, als die armen Benachteiligten, denen nur, ach wie verständnisvoll, geholfen werden müßte, um keine Gefahr mehr …

Posted in: Politik