Weg weise recht weit weg

Posted on 25. März 2010

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von der Wahl einer Partei, die Meinungen etwa einer Ursula Stenzel zu Gesetzen machen will.

Im gestrigen Club 2 konnte nicht nur mitverfolgt, wie diffus, wie faktenarm gegen Bettler und Bettlerinnen per Gesetz vorgegangen werden will, sondern auch den Eindruck gewonnen werden, daß Ursula Stenzel nicht nur das Betteln ungehörig findet, sondern ebenso die Existenz einer Bettellobby fürchtet.

Denn derart oft mußte Ursula Stenzel in dieser knappen Diskussionsstunde gegen die Bettellobby verbale Schläge verabreichen, daß vermutet werden muß, Ursula Stenzel als europagewandte Bezirksvorsteherin habe dabei fortwährend daran denken müssen, daß in Deutschland etwa, wie immer öfters zu hören, Lobbyisten bereits die gebrauchten Gesetze selbst verfassen, auf Bestellung.

Diese Attacken gegen die Bettelobby scheinen also den Horrorvorstellungen von Ursula Stenzel geschuldet, Lobbyisten könnten eines Tages gar für Bettler und Bettlerinnen Gesetze verfassen, die zum Vorteil von Bettlerinnen und Bettlern …

Es wird aber einfacher zu denken sein.

Für Ursula Stenzel wird es schlicht nicht vorstellbar sein, daß es Lobbyismus für das Betteln geben kann, weil es für Bettler und Bettlerinnen keine Fürsprecher geben darf, sondern nur warme Klostersuppen, die diese still und ergeben in der ihnen zugewiesenen Ecke …

PS Beim morgigen Flashmob um 9.00 Uhr vor dem Wiener Rathaus sollte  tatsächlich verwahrlost aufgetreten werden: Frauen im Kostüm und mit Rosenkranzhalskette, Männer im Geschäftsanzug mit dem Sozialprogramm auf der Krawatte: Ich mag keine Faulen, ich, Voves, beziehe Leistung.

 

Posted in: Politik