Die geforderten Verbotsgesetze von Sozialheimatschaftern

Posted on 7. März 2010

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Die sozialheimatschaftliche (vulgo freiheitliche) Partei ist endlich an ihrer Gegenwart allein zu messen, es ist endlich damit aufzuhören, das Geschäft der Völkischen, die vom Modell Vergangenheit nicht lassen können, zu besorgen.

Der Text in der Sprechblase dieses präsidialen Vogels, richtig gelesen, kann keine Kritik an gegenwärtigen Zuständen sein, sondern ebenfalls nur eine sozialheimatschaftliche Forderung.

Die Kritiker und die Kritikerinnen der sozialheimatschaftlichen Partei sollten also endlich ebenfalls vollkommen in der Gegenwart ankommen, um nicht weiter unfreiwillig und unbezahlt der Nationalismus- und Revisionismus-Industrie zu dienen.

Die sozialheimatschaftliche Partei bietet in der Gegenwart genügend Kritikpunkte, um argumentieren zu können, daß es eine Partei ist, die unwählbar ist.

Im Zusammenhang mit dem aktuell derart breit besprochenen Verbotsgesetz belegen Angehörige der sozialheimatschaftlichen Partei sehr eindrucksvoll, was sie beispielsweise tatsächlich von freier Meinung halten. Während sie das bestehende Verbotsgesetz abschaffen möchten, auch wenn sie jetzt für wohl kaum länger als drei Tage und fünf Minuten etwas anderes sagen werden, fordert ein Angehöriger der sozialheimatschaftlichen Partei neue Verbotsgesetze. Soslan Khan Aliatasi fordert nämlich nicht weniger als ein tatsächliches Verbot der freien Meinungsäußerung, er fordert nämlich nicht weniger als die tatsächliche Abschaffung demokratischer Rechte …

Wen kann es dann noch kümmern, ob Angehörige der sozialheimatschaftlichen Partei sich jetzt aus taktischen Gründen für ein paar Stunden für das bestehende Verbotsgesetz aussprechen oder nicht, sich jetzt, dem österreichgemäßen Gebot der weichen Darstellung, für ein paar Sekunden von den Verbrechen des III. Reiches …

Und damit werden sie erreichen, daß in Österreich sich nun alle rhetorisch sehr gerne beruhigen lassen werden, anhand der derzeitigen taktischen Aussagen von Angehörigen der sozialheimatschaftlichen Partei sich selbst zur Meinung sehr gerne verführen werden, es ist wieder alles gut, und werden hierfür beispielsweise dann vorbringen, es hat sich ja Barbara Rosenkranz (wie es morgen angeblich geschehen soll) vom Nationalsozialismus der Vergangenheit abgewandt, es bekennt sich ja (wie es morgen wohl auch nicht fehlen wird) Barbara Rosenkranz zur Demokratie …

Und mit diesem Bekenntnis zur Demokratie beginnen die Probleme tatsächlich erst so richtig. Alle sprechen sich für die Demokratie aus, niemand ist gegen die Demokratie, auch Sozialheimatschafter und Sozialheimatschafterinnen sprechen immer von ihrem Eintreten für eine Demokratie.

Aber für welche Art von Demokratie macht sich beispielsweise die sozialheimatschaftliche Partei stark? 

Dafür ist der heutige Kommentar von Soslan Khan Aliatasi ein guter und dankbarer; für eine Demokratie, in der freie Meinungsäußerung strafrechtlich zu verfolgen ist, für eine Demokratie, in der beispielsweise …

Posted in: Politik