Die Aufgabe des Staates sieht die Frauenministerin in der Aufgabe der Frau zugunsten der katholischen Schari’a

Posted on 29. Dezember 2009

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Gleich unter der Überschrift »Frauenangelegenheiten und Gleichstellung« auf der Website der Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst ist das Interview von Gabriele Heinisch-Hosek zu lesen, das am 23. Dezember 2009 veröffentlicht wurde.

Mit der Veröffentlichung dieses Interviews nun auch auf der Website der Ministerin wird aus diesem eine offizielle Bestätigung der Ministerin, ihre Aufgaben als Frauenministerin zugunsten der katholischen  Schari’a  wissentlich zu vernachlässigen.

Gleich unter der Überschrift »Frauenangelegenheiten und Gleichstellung« erklärt die Frauenministerin mit diesem Interview, sie stehe zur Religionsfreiheit, aber es sei nicht die Aufgabe des Staates, also auch nicht ihre Aufgabe, es sei nicht die Aufgabe der Frauenministerin, sich einzumischen, wenn Frauen ungleich behandelt werden.

Durch die römisch-katholische Kirche erfahren Frauen in Österreich fortwährend eine strukturelle Ungleichbehandlung durch die Weigerung der römisch-katholischen Kirche, sie als Priesterinnen anzustellen.  Dient die römisch-katholische Ungleichbehandlung dem Gemeinwohl? Erfüllt die römisch-katholische Glaubensgemeinschaft als Körperschaft öffentlichen Rechts die Aufgaben einer Körperschaft in einem demokratischen Staat gemäß den Merkmalen einer Körperschaft?

Im österreichischen Gleichbehandlungsgesetz sind zwar Ausnahmen festgeschrieben, aber die Ungleichbehandlung der Frauen durch die römisch-katholische Kirche entspricht nicht den Anforderungen einer gerechtfertigten Ausnahme.

Denn in anderen Religionsgemeinschaften sind Frauen in mit dem Beruf des Priesters vergleichbaren Dienstverhältnissen, so daß im Hinblick auf die römisch-katholische Kirche gesagt werden kann, die Ausnahmebestimmung im Gleichbehandlungsgesetz

Bei Ungleichbehandlung wegen eines Merkmals, das im Zusammenhang mit einem der in § 43 Abs. 2 genannten Diskriminierungsgründe steht, liegt keine Diskriminierung vor, wenn das betreffende Merkmal auf Grund der Art einer bestimmten beruflichen Tätigkeit oder der Rahmenbedingungen ihrer Ausübung eine wesentliche und entscheidende berufliche Voraussetzung  darstellt und sofern es sich um einen rechtmäßigen Zweck und eine angemessene Anforderung handelt.

wird nicht erfüllt.

In Fortführung der Anmerkungen zu den anderen Ausführungen in diesem Interview der Frauenministerin ist auch die offenbarte Uninformiertheit von Gabriele Heinisch-Hosek anzusprechen.

In diesem nun offiziösen Interview sagt die Frauenministerin, sie würde es u.a. begrüßen, wenn Frauen in der islamischen Glaubensgemeinschaft ähnliche Ämter ausüben könnten. Die Imamin, die Mourchida … Mit Einschränkungen, so darf beispielsweise in Marokko die Mourchida nur vor Frauen … In den österreichischen Kirchen aber haben die Frauen das Wort ausschließlich vom Manne zu empfangen … Es muß hinzugefügt werden, daß es hier nicht darum geht, die islamische Glaubensgemeinschaft als eine fortschrittlichere als die römisch-katholische Glaubensgemeinschaft vorzustellen. Denn die Religionen an sich interessieren nicht, oder genauer, höchstens die Überwindung ohne Transzendenz der Religionen sind von …

Es geht also darum zu zeigen, daß die derzeitige Frauenministerin nicht nur uninformiert Meinungen, wohl auch zur Stimmungsmache gegen den fremden Satan, von sich gibt, sondern daß sie, sogar als Frauenministerin, die Gesetze der gegen Gleichberechtigung wütenden Herrengesellschaft eines absolutistisch regierten Männerstaates in einem Stadtteil von Rom als Parallelgesetze in Österreich zur Gänze anerkennt.

Es sollen durchaus die Talente von Frau Gabriele Heinisch-Hosek nicht unerwähnt bleiben. Zum Beispiel ihr Talent, zu verwechseln. Sie verwechselt Organisationsstruktur mit Religionsfreiheit. Es ist keine Einmischung, die omnipräsenten Soutaneträger zu verpflichten, ihre männlichen Organisationsstrukturen nach österreichischen Gesetzen auszurichten, also das Gleichbehandlungsgesetz unbedingt zu befolgen; denn das ist keine Beschneidung ihrer Freiheit in der Ausübung ihrer Religion, das ist keine Einschränkung ihres Glaubens an ihren katholischen Allah.

Was aber macht die Frauenministerin? Sie wartet. Sie würde begrüßen. Als gelernte christlich-abendländische Frau wartet sie auf die Güte der Männer in den schwarzen ganzkörperversteckenden Kleidungstücken, daß diese vielleicht doch, irgendwann, sich dazu herablassen, Priesterinnen anstellen zu wollen, wofür ihnen dann die Frauenministerin wohl untertänigst danken wird, sofern Gabriele Heinisch-Hosek noch Frauenministerin sein wird; denn es ist anzunehmen, daß Gabriele Heinisch-Hosek nicht bis zu ihrem 150. Lebensjahr den gleichen Beruf ausüben wird wollen.

Und damit die katholischen Männer dafür gnädig gestimmt werden, ist es wohl auch hilfreich, für sie Stimmung zu machen durch Hindreschen gegen nicht inländische …

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