TUI Austria streicht Menschen, in ihrer Werbung

Posted on 21. Dezember 2009

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Sehr geehrter Herr Geschäftsführer Klaus Pümpel,

Ihr Kommentar war recht freundlich, auf den mit ersten direkten Fragen an Sie schon als Autor in einem Kommentar geantwortet wurde.

Dieses Schreiben heute an Sie ist notwendig geworden, weil Abbildungen von Ihrem Unternehmen gefunden wurden, die nur als äußerst abstoßend, nur als extrem widerwärtig bezeichnet werden können. Und aus diesem Grund kann es nicht in einem Kommentar versteckt werden.

Denn es sind Abbildungen von wirklich existierenden Menschen, die Sie als unerwünscht durchstreichen, für Ihre Werbung.

Haben Sie diesem Kind, haben Sie dieser Frau dafür, daß sie sich durchstreichen lassen, wenigstens Honorare bezahlt? Haben Sie dieser Frau und diesem Kind auch gesagt, daß Sie die Bilder dafür benötigen, um sie durchzustreichen? Oder waren Sie auch in dieser Hinsicht ebenso schamlos, und haben einfach zwei Fotos von irgendwoher geraubt, wie ein Pirat. Für Ihr Produkt Henry Village dürfte ja Pirat Henry Morgan der ungefragte Namensgeber sein (wofür Sie wenigstens eine Entschuldigung hätten, Henry Morgan ist ja bereits vor Jahrhunderten wohl, wie vermutet wird, an Trunksucht und Syphilis …)

Ob es tatsächlich die Sprache der Jugend ist, die Sie mit dem Durchstreichen von tatsächlich lebenden Menschen gerecht zu imitieren meinen, kann, ist zu hoffen, bezweifelt werden.

Es ist Ihnen zu wünschen, daß diese Ihre Werbung nicht nur für dieses eine direkt beworbene Produkt eine erfolglose ist, sondern aufgrund dieser Widerwärtigkeit für alle Produkte von TUI, und mögen es abertausende sein.

Eines, Herr Klaus Pümpel, haben Sie aber vollkommen mißverstanden. Es war nicht ich, der einen Urlaub im Club Henry Village buchen wollte, daher fühle ich mich von Ihrem Unternehmen auch nicht ausgeschlossen. Sie haben die Geschichte wohl ungenau gelesen oder Sie sind so sehr ein Freund der Literatur, daß es für Sie eine Selbstverständlichkeit ist, eine literarische Figur als eine reale anzusehen, an die direkt geschrieben werden kann. In der Geschichte gibt es freilich einen, aber nur einen einzigen realen und bitteren Kern: Ihre Werbung, die Sie auch noch ungeniert als eine in Ordnung gehende in Ihrer Antwort begründen zu versuchten.

Sollten Sie fiktive Personen tatsächlich, wie eben oben überlegt wurde, ernst nehmen, können Sie dann nicht auch realen Menschen mit Respekt begegnen, und Menschen also nicht weiter für Ihre äußerst billige und geistlose Verkaufsstrategie derart …

Mit freundlichen Grüßen,
Bernhard Kraut

Posted in: Politik