Das Schöne am Gottes-Glauben sind seine Dummheiten

Posted on 3. Dezember 2009

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Über die Dummheiten des Gottes-Glaubens muß nicht nur gelacht werden.

Es können und sollen auch neue Dummheiten zur Steigerung des Lachens hinzugefügt werden, vor allem zum Weglachen der angemaßten Einmischungen in gesellschaftliche Belange.

Je ernster eine Dummheit vorgetragen wird, desto lauter kann menschgemäß das Weglachen ausfallen. Und je mehr zur unqualifizierten Einmischung eine Dummheit verbreitet wird, desto lauter muß es weggelacht werden. 

Wie auch heute.

Homosexuelle und Transsexuelle werden nach Überzeugung des früheren „Gesundheitsministers“ des Vatikans, Kardinal Javier Lozano Barragán, „niemals in das Himmelsreich eintreten“. „Wer aber gegen die Natur und die körperliche Ehre verstößt, beleidigt Gott.“

Wie gewußt wird, gibt es die unterschiedlichsten Arten der Fortpflanzung der Lebewesen auf dieser Erde. Und niemand kann, mag das auch unglaublich klingen, sagen, auf welche Art denn der gezeugte Erzeuger dieser Dummheiten des Gottes-Glaubens sich fortpflanzte.

Jedwedes Buch aber, das je geschrieben wurde, wird, das kann sicher gesagt werden,  immer wieder neu geschrieben, umgeschrieben, ergänzt und so fort.

Für heute sollen lediglich ein paar Sätze aus einem Buch, auf das sich der oben Zitierte beruft, genommen werden, die gut geeignet sind für das Weglachen der unqualifizierten gesellschaftspolitischen Einmischung, nämlich welche aus dem ersten Buch Mose, die in der Übersetzung von Marthin Luther lauten:

Da ließ Gott der Herr einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein. Und er nahm eine seiner Rippen und schloß die Stelle mit Fleisch.

Und Gott der Herr baute ein Weib aus der Rippe, die er von dem Menschen nahm, und brachte sie zu ihm.

Da sprach der Mensch: Das ist doch Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch: man wird sie Männin nennen, weil sie vom Manne genommen ist.

Alte Dummheiten, ob von Mose oder von Paulus oder von einem anderen August des Allah-Glaubens, mögen durchaus weiter Lachen lukrieren. Aber es werden doch immer neue Dummheiten gefordert, gerade in der Gegenwart, in die der Mensch des 21. Jahrhunderts gestellt ist.

Daher eine aktualisierte Variante dieser oben zitierten Passage:

Da ließ der Mann, den er Gott rief, einen tiefen Schlaf fallen auf den Mann, den dieser Mensch nannte, und der Mann entspannte sich, er öffnete sich leicht und weit. Denn dies geschah zur fruchtbarsten Zeit des Mannes. Und der Mann umschloß das Geschlecht Gottes mit seinem Fleisch.

Und der Mann gebar mit dem Samen, den er von Gott empfing, ein Mädchen, und brachte es zu ihm.

Da sprach Gott: Das ist doch nicht Blut von meinem Blut und Fleisch von meinem Fleisch. Es ist von einem anderen Mann. So sei verflucht, du und dein Nachkomme und sein Nachkomme. Nie mehr sollst du gebären. Die Brustwarzen aber, die will ich dir lassen. Die Brustwarzen sollen dir, Schmerz des Schmerzes, Erinnerung sein, daß du einst gebären konntest. Und von nun an soll die Frau gebären und dich, Strafe der Strafe, im eifernden Ungewissen lassen, ob es der Samen aus deinem Rippelchen war.

Posted in: Politik, Religion