Gerhard Finding, ein Ausstellungsmacher, und Robert Haider, ein Gedemütigter

Posted on 11. Oktober 2009

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Gerhard Finding ist verantwortlich für eine aktuelle Ausstellung, deren »Texte er verfaßt hat«,  in Klagenfurt, Kärnten.

In einem Interview unterstreicht Gerhard Finding, »es ist alles recherchiert und belegt«.

Und tatsächlich findet man einen Satz auf einer der Schautafeln über die Eltern. Er lautet: „Tatsache ist, dass die Eltern Jörg Haiders in der NS-Zeit, wie Millionen andere auch, Nationalsozialisten waren und beide ihr Leben lang, nicht zuletzt auch als Eltern des erfolgreichsten Politikers der 2. Republik verleugnet, verfolgt und gedemütigt wurden.“

Die Eltern von Dr. Jörg Haider seien verleugnet, verfolgt und gedemütigt worden, der Vater sei also ein Leben lang derart verleugnet, verfolgt und gedemütigt worden, daß Robert Haider bereits am 4. Dezember 1997 die »Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich« annehmen mußte, so wie Robert Haider »1934 in Nazi-Uniform Grenzposten in Oberösterreich überfallen« mußte, wobei »ein Gedarm ums Leben kam …«

Es ist nicht anzunehmen, daß die Freiheitlichen diese Auszeichnung für den Vater ihres Obmannes 1997 kritisierten, so wie die Ein-Paar-Stiefel-Partei mit den Schäften FPÖ und BZÖ heute, zwölf Jahre später, mit einer Zunge scharf eine Rehabilitierung von Deserteuren kritisiert, eine generelle Rehabilitierung weiter nicht akzeptieren will, und noch dazu mit Argumenten, über die diese Partei wohl selbst am meisten erstaunt sein muß, nach derartigen Argumenten greifen zu müssen …

Während also ein Illegaler vor zwölf Jahren schon durch die Republik Österreich ausgezeichnet wird, müssen Deserteure weitere zwölf Jahre darauf warten, wenigstens rehabilitiert zu werden, und in Klagenfurt erhält Gerhard Finding für eine Ausstellung immer noch nur dafür Steuergeld, um auch treue Worte zu finden, für die ein Leben lang  

Was für eine gut recherchierte, was für eine gut belegte willfährige Erfüllung der Wünsche seiner Herren als Ausstellung von Gerhard Finding auf Kosten der Steuerzahler und Steuerzahlerinnen, die diese nicht auch noch durch Bezahlung von Eintrittsgeld subventionieren sollten; denn Staatslügen, in diesem konkreten Fall genauer, Landlügen sollten nicht einmal mehr durch Steuergeld finanziert werden dürfen.

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