Eine Leiche ist für Ursula Haubner und »News« – letztes Wahlaufgebot, aber auflagenstark

Posted on 24. September 2009

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Ob Ursula Haubner insgeheim dem Magazin »News« bereits für die Veröffentlichung des »Unfallaktes Jörg Haider« knappest vor der Landtagswahl im Oberösterreichischen dankbar ist, kann und will nicht gewußt, aber es kann angenommen werden, Ursula Haubner habe in der Sekunde erkannt, es könnte die Chance besthin, jedoch die tatsächlich allerletzte Chance für ihre Partei sein, doch in den Landtag gewählt zu werden.

Gerade vor dem Hintergrund der aberwitzigsten und wohl auch finanziell lukrativen Verschwörungsgebilden des tödlichen Unfallherganges, der doch »nur« ein von Dr. Jörg Haider selbstverschuldeter Unfall mit tödlichem Ausgang war, müßte Ursula Haubner als Berufstätige im Politischen selbst für die endgültig vollständige Aufklärung und deren breite Veröffentlichung sein, wie ihr Bruder starb.

Aber es ist Wahlkampf. Und der Schaft BZÖ der Ein-Paar-Stiefel-Partei mit den Schäften FPÖ und BZÖ hat auch in Oberösterreich kaum Chancen, in den Landtag gewählt zu werden.

Es ist Wahlkampf. Und so muß der tote Bruder für die Schwester herhalten, um vielleicht doch das außerhalb von Kärnten auf der Bahre liegende BZÖ in den oberösterreichischen Landtag zu tragen.

Es ist Wahlkampf. Und so muß die Schwester in Ermangelung eines wohl attraktiven und also wählbaren Programmes skrupellos den toten Bruder ausgraben, um mit ihm doch in den Landtag …

In Kärnten, so wird gesagt, habe der tote Bruder die letzte Kärntner Landtagswahl gewonnen, also nicht Dörfler Gerhard und nicht die Scheucher Brüder … Weshalb also sollte es nicht auch in Oberösterreich mit Mitleid für den toten Bruder, für die gute alte Mutter, die sich nicht aufregen darf, für die Familie funktionieren, auf diese hochpolitische Art so viele Stimmen zu erbetteln, um doch in den Landtag einziehen zu können?

Wie regt sich nun Ursula Haubner knappest vor der Landtagswahl medial breitenwirksam auf, was ihrem toten Bruder, der guten alten Mutter, die sich nicht aufregen darf, und der gesamten Familie angetan wird durch die Veröffentlichung dieses Unfallaktes. Auch die Gerichte werde sie bemühen. Und ihr toter Bruder hätte all das nicht verdient und so weiter und so fort.

Welche Mitteilungen enthält denn der Unfallakt, die eine landesweit verbreitete schwesterliche Klage rechtfertigen könnten? Keine unbekannten, lediglich genauere. Der Unfallakt beweist im Grunde nur: Dr. Jörg Haider fuhr wie Abertausende schon vor ihm hochgradig betrunken in einen gewöhnlichen Tod. Dr. Jörg Haider beendete also hochgradig betrunken, wie Abertausende noch nach ihm es tun werden, ein gewöhnliches Leben, das in Österreich aber bis heute, so wurde irgendwann aus Mangel an außergewöhnlichen Menschen in diesem Land die Übereinkunft hergestellt, zu einem außergewöhnlichen Leben hochzuschreiben ist.

Sollte dieses Geschäft mit einem Toten, ob es ein abgesprochenes oder ein nicht abgesprochenes ist, das kann und will nicht gewußt werden, von »News« und Ursula Haubner erfolgreich sein, wird es eines mit einem parteipolitischen und einem finanziellen Gewinn sein: Ursula Haubner und ihre Partei gewinnen den Einzug in den Landtag und »News« gewinnt am Kiosk mit neuen Schlagzeilen, wie vorstellbar: »Toter Bruder sorgt für seine große Schwester« …

Wer am kommenden Sonntag im Oberösterreichischen das BZÖ wählt, sichert mit seiner Stimme zum einem dem Magazin »News« weitere haiderische Schlagzeilen und damit Auflage und dem BZÖ ein paar steuergeldfinanzierte Arbeitsplätze im geschützten Landtag …

Wer aber sichert nach der Wahl die gesellschaftspolitischen, die sozialen, die wirtschaftlichen, die ökologischen usw. Interessen der Wählerinnen und Wähler, wer aber schützt nach der Wahl die Arbeitsplätze der Wählerinnen und Wähler? Das tote Brüderlein, das ja immer gut und nur privat war

PS Es wird wohl nicht nur das fehlende attraktive und also wählbare Programm sein, das das BZÖ außerhalb von Kärnten zu einer unwählbaren Partei macht, sondern auch, und das hat sich außerhalb von Kärnten schon herumgesprochen, daß in Kärnten das stadlerische BZÖ Kärnten in den Sarg gelegt hat, der bald nur mehr ein paar Stunden pro Tag getragen werden wird können, weil für Bedienstete der Kärntner Landesregierung aufgrund der tristorange leuchtenden Budgetzahlen bereits Kurzarbeit angedacht ist.

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