Menschen verbieten – der Freiheitlichen einzige und ihnen bestmögliche Antwort, schlicht auf alles

Posted on 22. September 2009

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Mittlerweile ist es weithin bekannt, daß der eigentliche Kampf der Freiheitlichen ihr Kampf gegen die deutsche Sprache ist; ein Vielfrontenkampf aber, den sie nie gewinnen werden können. Wegen dieser ihrer Niederlage dürfen den Freiheitlichen dennoch keine Wahlstimmen geschenkt werden, mögen sie noch so darum aggressiv betteln. Dürfen die Freiheitlichen nicht mit Wahlsiegen getröstet werden –, es gibt ja auch noch andere Arten des Trostes, wie jene der Trompeterin Gelsomina für den  kraftmeiernden Dorf-zu-Dorf-Gaukler: auch ein Stein muß einen Sinn haben.

»Bettler verbieten« wurde heute auf einem Plakat der Freiheitlichen gelesen, in Wien, auf einem dieser Gegenüberstellungsplakate, die von Freiheitlichen wohl sehr gemocht werden: Entweder oder K.o.

Freiheitliche Bettler verbietenBettler üben ein Gewerbe aus, das manchen verbietenswert erscheint. Bettlerinnen sind Menschen, die Freiheitliche verbieten wollen. Wie aber ist es technisch machbar, nicht das Betteln zu verbieten, sondern Menschen zu verbieten? Diese Frage ist den Freiheitlichen zu stellen. Denn die Freiheitlichen fordern das Verbot von Menschen. Also müssen die Freiheitlichen darauf auch die Antwort haben. Niemand sonst wird es beantworten können, wie Menschen verboten werden können. Denn niemand sonst fordert, Menschen sind zu verbieten.

Gerade aber in einer Zeit steigender Arbeitslosigkeit beweisen mit dieser Forderung nach einem Verbot von Menschen die Freiheitlichen ihre äußerst geringe Wirtschaftskompetenz, ihre äußerst geringe Wirtschaftskreativität, zum Beispiel für die so dringende Schaffung neuer Arbeitsplätze. Die Bettelei könnte durchaus wieder ein blühender Wirtschaftszweig werden, wie dieser etwa im Dreigroschenroman beschrieben ist. Und es ist ein tatsächlich harter Beruf. Wer einen ganzen Tag in der Kärntner Straße kniend mit dem Rosenkranz in Händen zubringen muß, der geht abends ebenso erschöpft nach Hause, wie beispielsweise ein freiheitlicher Plakatmaler im Parlament.

Gerade aber in einer Zeit auch der steigenden Armut beweisen mit dieser Forderung nach einem Verbot von Menschen die Freiheitlichen auch ihre äußerst geringe soziale Kompetenz, ihre äußerste Antwortlosigkeit in bezug auf soziale Fragen, wie ist, zum Beispiel, Armut zu verhindern. Und eines sollten die von den Freiheitlichen so aggressiv um Wahlstimmen angebettelten Inländischen jetzt schon in Erinnerung behalten, wenn ihnen, nachdem sie die Freiheitlichen brav wieder und wieder wählten, eines Tages nur das Knien in der hohenemserischen Kärntner Straße bleiben wird, werden sie für die Freiheitlichen auch nichts anderes mehr sein als – zu verbietende Menschen. Die Sozialmärkte, die es auch in Österreich immer mehr geben muß (um ein konstruktives, wenn auch bitteres Beispiel herauszugreifen), in denen auch Heimische gezwungen sind einzukaufen, diese letzte Stufe zum Knien auf der Straße, haben nicht die Freiheitlichen …

Wer also glaubt, von Verboten satt zu werden, kann menschgemäß die Freiheitlichen wählen, aber mit einer gleichzeitigen Anmeldung zur Umschulung zum Hungerkünstler, zur Hungerkünstlerin

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