Martin Graf rechnet und das Milchmädchen lacht

Posted on 2. September 2009

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Auf UnzensuriertAt wird heute berichtet, Martin Graf gebe seinen Dienstwagen zurück und werde dadurch einen Beitrag zur Sanierung der Staatsfinanzen leisten, indem Martin Graf mit etwa 1.000,00 Euro pro Monat der Republik Österreich helfe zu sparen.

Es soll nicht davon gesprochen werden, Martin Graf sei kognitiv nicht in der Lage, diesen seinen auf seiner Website genannten Betrag von 1.000,00 Euro pro Monat in realistischer Relation zu setzen zu den enormen Staatsschulden der Republik Österreich.

Die Höhe des österreichischen Defizits wird Martin Graf sehr wohl bekannt sein, und Martin Graf wird sehr wohl wissen, was ein monatlicher Betrag von etwa 1.000,00 Euro zur Sanierung tatsächlich beitragen kann, nämlich …

Daher bedeutet das nur eines: Martin Graf sieht das in seinem Lager doch so hoch eingestufte und hochgeschätzte Volk als ein Volk von Idioten und Idiotinnen an, das alles glaubt, das nicht rechnen kann. Denn gleich großartig von einem großartigen Beitrag zur Sanierung der Staatsfinanzanzen zu sprechen …

Aber sind es denn, im Zusammenhang mit dem Gesamtdefizit gesehen, überhaupt läppische 1.000,00 Euro?

Eine Gegenrechnung:

Wird in Rechnung gestellt, wie viel Kosten Martin Graf Monat für Monat allein dadurch verursacht, daß Dr. Martin Graf III. Präsident NR ist, wie viel, wenn überhaupt, bleiben dann von den 1.000,00 € noch über? Was das für Kosten sind? Die gesamte durch Steuergeld finanzierte Arbeitszeit von Politiker und Politikerinnen aller Fraktionen, die diese durch Steuergeld finanzierte Arbeitszeit bisher, also seit fast einem Jahr, schon aufwenden mußten, um zum Fall Graf Stellung zu beziehen. Sogar in Italien mußte wegen der grafschen Aussagen zu Südtirol Steuergeld aufgewendet werden, d. h. Martin Graf verursacht mit extrem Heimatlichem national und international Kosten. Eingeschlossen in diesen noch auszurechnenden Betrag ist natürlich auch das durch Steuergeld finanzierte Gehalt von Martin Graf selbst, der zu seinem eigenen Fall unentwegt Stellung beziehen mußte und noch beziehen werden wird, statt seine Arbeitszeit als III. Präsident NR für das gute Fortkommen seines Volkes zu nutzen. Vom Bundespräsidenten abwärts waren so gut wie alle mit dem Fall Graf bisher schon beschäftigt, haben ihre Arbeitszeit dafür vergeuden müssen … Es darf vermutet werden, daß diese Gesamtsumme bei weitem den von Martin Graf jetzt als großartige Leistung verkaufenwollenden Sparbetrag von 1.000,00 Euro übersteigt.

Und dann ist da auch noch das Gehalt für einen III. Präsidenten NR selbst anzuführen im Vergleich von Input und Output: der Output von Martin Graf: siehe oben Fall Graf … Der Output muß also auch von den 1.000,00 Euro abgezogen werden, wenn das überhaupt noch geht.

Auf UnzensuriertAt wird auch noch berichtet, Martin Graf wolle in Zukunft mehr sein Privatauto verwenden. Nicht angeführt ist, ob er dafür der Republik Österreich Kilometergeld in Rechnung stellen wird oder nicht. Wenn davon ausgegangen wird, daß es üblich ist, für Dienstfahrten mit dem eigenen Pkw Kilometergeld zu verrechnen, dann ist dieses Kilometergeld auch noch einmal von den 1.000,00 Euro abzuziehen …

Und was bleibt dann noch übrig von dem als großartig verkauften Sparwillen des Martin Graf? Ein Beitrag zur Sanierung der Staatsfinanzen gewiß nicht.

In dieser Reklame auf UnzensuriertAt wird Martin Graf zitiert:

Nach einigen Monaten ist mir klar geworden, daß ein Dienstwagen für dieses Amt nicht zwingend nötig ist.

Mit einer entsprechenden Umformulierung dieses Zitates von Martin Graf wird jedem Wähler und jeder Wählerin in jedweder kommenden Wahl klar sein, wer nicht mehr …

PS Selbstverständlich wurde damit kein Wort gegen das Einsparen von Dienstautos gesprochen, sondern lediglich die grafsche Reklame ins rechte Licht gerückt.

Posted in: Martin Graf, Politik