Martin Graf und Mandatsverzichte

Posted on 30. August 2009

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Möglicherweise haben Sie sich schon gefragt, für welche Rücktritte jene Teilnehmer und Teilnehmerinnen an der Umfrage gestimmt haben, die im Ergebnis unter »other« mit einem konstanten Anteil von 5 Prozent ausgewiesen sind.

Darüber soll nun einmal Auskunft gegeben werden. Der aktuelle Zwischenstand  dieser Umfrage ist menschgemäß ein anderer als der in der offenen E-Mail an Josef Pröll.

Christian Adam aus dem Büro des Bundesparteiobmannes der ÖVP hat sich zwar nicht an dieser Umfrage beteiligt, aber, wie Sie aus der E-Mail von heute an ihn entnehmen werden können, ist es der rechte Platz, seine Antwort in diesem Rahmen zu veröffentlichen:

Sehr geehrter Herr Christian Adam,

für Ihre E-Mail vom 31. Juli 2009 im Auftrag Ihres Bundesparteiobmannes und Finanzministers möchte ich danken. Nicht bedanken kann ich mich aber für eine Antwort; denn es war mit keiner Zeile eine Antwort auf meine E-Mail vom 9. Juli 2009 an Ihren Vizekanzler, sondern lediglich eine Aufzählung von Informationen, die aus den Medien bereits bekannt sind.

Alles weitere ersuche ich Sie freundlich, www.bernhardkraut.wordpress.com zu entnehmen, wo Sie, nachdem es meinerseits offene E-Mails sind und Ihrerseits medial bereits verbreitete Informationen sind, auch Ihre E-Mail als Teil der Informationen über Einzelmeinungen zur Umfrage „Sollen alle 109 Abgeordneten, die Martin Graf zum III. Präsidenten NR wählten, zurücktreten?“, die Inhalt meiner E-Mail an Ihren Vizekanzler war, vorfinden werden.

Wie Sie lesen werden können, haben einzelne Teilnehmer oder Teilnehmerinnen an dieser Umfrage auch nicht unbedingt eine dazu passende Meinung durch ihr Abstimmverhalten abgegeben, so daß es mir schlüssig erscheint, Ihnen in diesem Rahmen durch eine ebenfalls Nichtantwort zu antworten.

Sollten Sie sich fragen, weshalb ich Ihnen dann diese E-Mail überhaupt sende, so ist das leicht zu beantworten. Martin Graf ist nach wie vor III. Präsident NR, und es kann nicht gesagt werden, er hätte durch diese seine Position zu irgend etwas Nützlichem beigetragen, das von seinem Lager immer offener und selbstbewußter verbreitete Gedankengut wenigstens kritisch hinterfragt … Eher, denken Sie ganz aktuell an Vorarlberg, im Gegenteil.

In Ihrer E-Mail schreiben Sie, die christlich-kunschaksche Partei möchte der FPÖ keinen Märtyrer schenken. Ihren Abgeordneten ist dafür zu danken, daß sie mit ihrer Wahl von Martin Graf diesem seinen Lager Motivation, Selbstbewußtsein geschenkt haben, denken Sie aktuell nur an Vorarlberg, für …

 Mit freundlichen Grüßen,

Je eine Stimme in dieser Umfrage, an der Sie sich weiterhin beteiligen können, gab es bisher für:

– die politisch korrekten globalkonzerngesteuerten schleimscheisser sollen zurückt
– keiner
– Eva Glawischnig
– Alle, außer Martin Graf
– spö / grüne
– Es sollen diejenigen zurücktreten, die Martin Graf nicht gewählt haben!
– Bernhard Kraut soll das Andreas Hofer Lied singen dieser Verräter
– schmarrn, wieso soll irgendjemand zurücktreten !
– Niemand ist OK.
– niemand muss zurücktreten, auch nicht Graf
– Bernhard loss uns im Kraut

Und (wie oben ausgeführt):

 

Von: Christian Adam
Gesendet: Freitag, 31. Juli 2009 15:40
Betreff: AW: Martin Graf und Mandatsverzichte: 79 Prozent bereits dafür

Sehr geeehrter Herr Kraut!

Danke für Ihre eMail an Bundesparteiobmann und Finanzminister Josef Pröll, in dessen Auftrag ich gerne informiere:

Was die von der SPÖ betriebene Abwahl des Dritten Präsidenten betrifft, so sind wir der Auffassung, dass die Gründungsväter unserer Verfassung aus guten Gründen die Parlamentspräsidenten nicht zum Spielball von beliebigen Mehrheiten gemacht haben. Gegen Graf mag es heute opportun erscheinen. Aber: Andere Mehrheiten können auch andere Spiele spielen. Das Amt des Nationalratspräsidenten soll nicht irgendwelchen Mehrheiten ausgeliefert werden. Im Übrigen werden wir der FPÖ durch Geschäftsordnungsakrobatik sicherlich keinen Märtyrer schenken.

Diese FPÖ ist an der Wahlurne mit politischen Themen zu schlagen, nicht durch Geschäftsordnungs-Akrobatik im Parlament. Eine gute Gelegenheit dazu waren die Europawahlen. Es braucht eine starke verlässliche Kraft in der Mitte. Dafür steht die Volkspartei und es hat sich auch bei den Europawahlen deutlich gezeigt, dass das respektiert und anerkanntn wird. In Bezug auf das Wahlergebnis der FPÖ ist außerdem klar geworden, dass die Bäume des Herrn Strache nicht in den Himmel wachsen. Auch dafür sind wir angetreten.

Mit freundlichen Grüßen
Adam CHRISTIAN
Büro des Bundesparteiobmanns
Josef Pröll
ÖVP Bundespartei

Posted in: Martin Graf, Politik