ORF und Religion: alles sauber, alles rein, bet‘ nur brav mit Väterchen im Bettchen zum Jesulein

Posted on 28. August 2009

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Die Entführung eines Mädchens in den Vereinigten Staaten und die Rückkehr dieses Mädchen nach 18 Jahren aus Gefangenschaft als Frau – darüber will hier menschgemäß nichts berichtet oder geschrieben werden …

Aber zur Berichterstattung im Österreichischen Fernsehen ist es notwendig, etwas zu schreiben. In der Nachrichtensendung von heute von 19.30 Uhr, also in der angeblich immer noch meistgesehenen Nachrichtensendung des Österreichischen Fernsehens, wird zwar über diese Verbrechen berichtet, aber dabei peinlichst sauber verschwiegen, daß es sich bei diesem Beschuldigten um einen Gläubigen handelt, der als religiöser Fanatiker beschrieben wird, der, wie auch zu lesen ist, noch den Beruf eines Predigers hätte ergreifen wollen.

Der ORF verschweigt um 19.30 Uhr nicht, daß dieser Mann wegen sexueller Delikte bereits vorbestraft ist, aber der ORF ist peinlichst genau darauf bedacht, mit keinem Wort die Religion zu erwähnen. Die Umstände seiner Verhaftung werden im ORF um 19.30 Uhr nur mit dem Hinweis auf einen Zufall umschrieben. Der Zufall war die Verteilung von religiösen Schriften durch diesen Mann und zwei Kindern, die nach jetzigem Stand seine Kinder sind, die er durch Vergewaltigungen mit dem von ihm und seiner Frau entführten Mädchen zeugte.

Und diese peinlichst genaue Vermeidung, ein Verbrechen mit äußerst starken sexuellen Komponenten in Verbindung mit Religion zu bringen, auch wenn es nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen der Wahrheit entspricht, zeigt auf beklemmende Weise einmal mehr, wie stark der Einfluß der römisch-katholische Kirche in Österreich immer noch ist. Für den Glauben wird im ORF verschwiegen, und dadurch also massiv manipuliert, also die Objektivität der Berichterstattung, zu der der ORF angeblich verpflichtet ist, geschändet, vergewaltigt und in die vatikanischen Verliese geschmissen.

Und vor diesem Hintergrund ist wieder einmal der Stellenwert eines Predigers im Range eines Kardinals hervorzuheben, der, ganz aktuell, bestimmen möchte, welche Feierlichkeiten in diesem Land stattfinden dürfen und welche nicht.

Von Warlam Schalamov ist bekannt, daß er alle Angehörigen jedweder Religion als Sektierer bezeichnete. Damit sind auch die Angestellten der römisch-katholischen Kirche vortrefflich beschrieben, also auch Christoph Schönborn.

Und weihevoller als dieser in Haft befindliche religiöse Fanatiker in den Vereinigten Staaten in einem ersten Telefon-Interview über seine ihm nun zur Last gelegten zahlreichen Verbrechen hätte es auch Christoph Schönborn nicht sagen können – über die Geschichte der römisch-katholischen Kirche: »am Ende« werde es eine »starke, herzerwärmende Geschichte« sein.

Christoph Schönborn wird es wohl auch ganz warm um sein Herz sein, zu lesen, daß die zwei Kinder mit ihrem Vater religiöse Schriften verteilen durften, daß das durch Verbrechen zur Mutter penetrierte Mädchen je keine Möglichkeit und Freiheit zur Entscheidung hatte, das Ambulatorium in Wien, dem Christoph Schönborn keinen Empfang im Wiener Rathaus zugesteht …

Ja, wird nun mancher Prediger auf dieser Welt selig denken, da hat brav eine Familie für 18 Jahre die Werte des christlichen Abendlands gelebt, ihnen seinen Segen geben und gen Höllenhimmel klagen, daß nun wieder eine  …

Beinahe wurde jetzt auf den Stellenwert von Christoph Schönborn vergessen.

Denken Sie, wenn Sie aktuell in Oberösterreich auf einer Wahlveranstaltung von den Christen vielleicht einen Herrn Dr. Rudolf Gehring sprechen hören, oder einen Herrn Daniel Dragomir sprechen hören, oder einen Herrn Dr. Alfons Adam sprechen hören, daß Dr. Rudolf Gehring in Wahrheit Christoph Schönborn heißt, daß Daniel Dragomir in Wahrheit Christoph Schönborn heißt, daß Dr. Alfons Adam in Wahrheit Christoph Schönborn heißt – damit ist die Frage nach dem Stellenwert von Christoph Schönborn vollkommen beantwortet.

Und eines bleibt dann nur noch und endlich zu tun, der gesamten römisch-katholischen Kirche diesen ihren wahren Stellenwert zu geben, nämlich den der Christen

PS Wenn Sie das Interview von Klaus Küng über die Zukunft des Volkes in der »Presse« lesen, denken Sie, und das Bestimmen ihres Stellenwertes funktioniert also auch mit anderen Angestellten des Vatikans leicht, wie Sie gleich feststellen werden können, einfach, Klaus Küng heißt in Wahrheit zum Beispiel Rüdiger Schrembs, der vom Kampf um das biologische Überleben des Volkes … Und mit diesem Sprecher von »Pro München« wird die Rückreise nach Österreich günstig angeboten, allerdings zu keiner Sehenswürdigkeit, sondern zu den Freiheitlichen

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