Schönborn, wo ist dein Honsik?

Posted on 14. August 2009

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Christoph Schönborn, ein Weiterbetätiger des Organisierten Glaubens, schreibt als Titel für seinen heutigen Artikel in der Zeitung »Heute« den Vers:

Tod, wo ist dein Sieg?

Mit diesem Vers kann nun gefragt werden, wie der schreibende Christoph Schönborn einzuordnen sei, wie er zu interpretieren sei, wer sein Vorbild sei …

Dieser schönbornsche Vers ist – und diese Verwandschaft drängt sich verstechnisch zwingend auf – angelehnt an die Zeile als Titel des 1981 im Eigenverlag herausgegebenen Gedichtbandes vom Revisionisten Gerd Honsik:

Lüge, wo ist dein Sieg?

Aufgrund des Verstitels wäre zu erwarten, Christoph Schönborn werde ebenso lyrisch fortsetzen. Aber Christoph Schönborn kann die Erwartung nicht erfüllen, er schreibt weiter schlicht in Heuteprosa ab.

Es ist nicht ausgeschlossen, würde die Interpretation damit bereits jetzt enden, daß manche mit Verweis auf diesen Text als Beweis dann felsenfest behaupten würden, Christoph Schönborn schreibe von Gerd Honsik ab.

Dieser Text wird, um nichts Falsches zu verbreiten, aber fortgesetzt.

Christoph Schönborn hat einfach abgeschrieben, jedoch nicht von Gerd Honsik. Soher braucht Christoph Schönborn u.a. auch nicht interpretiert zu werden; denn Kopisten sind für eine Deutung selten bis gar nicht von Belang.

Bleibt daher eine Frage noch zu beantworten, auf welche Verse bezieht sich nun Gerd Honsik, der nicht als originärer Lyriker gesehen wird.

Gerd Honsik schöpft – und diese Verwandtschaft drängt sich verstechnisch zwingend auf – seine Silben aus der gleichen Quelle wie Christoph Schönborn, um mit diesen im Gegensatz zu Christoph Schönborn zumindest einen geringfügig geänderten eigenen Vers zu versuchen.  Ob Gerd Honsik die Briefe des saulischen Paulus selbst gelesen oder die von Christoph Schönborn nur wiederholte und nicht veränderte Frage nach dem Sieg des Todes irgendwo auf diesem nach wie vor katholisch geprägten Land aufgeschnappt hat, oder sein Priesterfreund und Ermunterer Viktor R. Knirsch – nun, diese Frage ist nicht von Interesse …

Über diesen Vers hinaus verbindet den Weiterbetätiger Christoph Schönborn und den Revisionisten Gerd Honsik etwas Weiteres: beide nämlich bieten ausschließlich ihre von ihren Kreisen eigengekochte Wahrheiten missionarisch an; beide Kreise jedoch können keine Beweise für ihre Glauben erbringen. Und es verbindet beide mit den Christen, die als Partei in der Hoffnung bei Wahlen antreten, die Gesetzgebung des Landes nach ihrem Glauben eines Tages korrigieren und auf legalem Wege alle dem Regime ihres Glaubens als Gesetz unterwerfen zu können.

Möglicherweise haben Christoph Schönborn und Gerd Honsik nie erfahren, nie ein Beispiel erhalten, was mit beweisgestützter Antwort gemeint ist, wie eine beweisgestützte Antwort lauten kann.

Daher soll mit einer beweisgestützten Antwort zur besseren Verdeutlichung des Beispieles ebenfalls auf einen analog irrationalen Vers die Suche nach der Herkunft der schönbornschen Zeile beendet werden:

Schönborn, wo ist dein Honsik?

Er ist im Gefängnis.

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