Streiten wie die Freiheitlichen in ihren Baracken

Posted on 7. August 2009

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Es ist nicht zu vermeiden, Dr. Jörg Haider zu nennen, weil es eben eine Aussage von ihm ist, die, und darum geht es ausschließlich, nach wie vor auf der Webpage des einen Schaftes der Ein-Paar-Stiefel-Partei mit den Schäften FPÖ und BZÖ gelesen werden darf:

HAIDER: „Rot und Schwarz streiten wie die Zigeuner jeden Tag über ein anderes Thema“

Der Mensch glaubt Vergleiche zu benötigen. Aber Vergleiche, die auf Menschen bezogen sind, sollten endlich eine reale Basis haben. Ob Roma und Sinti tatsächlich dermaßen viel streiten, so daß es gerechtfertigt wäre, sie für einen derartigen Vergleich heranzuziehen, wird in Österreich, um bei diesem Beispielland zu bleiben, niemand redlich beantworten können.

Eines jedoch kann in Österreich, unabhängig zu welcher Ethnie jemand sich unbedingt bekennen will, jeder Mensch beantworten, wer nämlich in diesem Land tatsächlich dermaßen viel streitet. Es sind die Freiheitlichen.

Daher ist dieser vom BZÖ auch verbreitete Vergleich endlich umgehend richtigzustellen, genauer gesagt, für immer zu entsorgen, um ab nun diesen Vergleich, gebaut auf einem realen Fundament, wenn unbedingt ein derartiger Vergleich angestellt werden will, zu verwenden:

streiten wie die Freiheitlichen

PS Wenn es unbedingt eine Ausstellung zum Leben des Herrn Dr. Jörg Haider in Kärnten geben muß, die, ist anzunehmen, eine einzige Behübscherei sein wird, sollte es unbedingt noch eine handlungsaktivierende Ausstellung geben. Eine nämlich für Roma und Sinti, für jene Menschen also, die nach wie vor den größten Gefahren in Europa ausgesetzt sind, für die Menschen also, gegen die in Europa ungebrochen allein aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit gehetzt wird, für die Menschen also, die ungebrochen allein aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit ausgregrenzt, verfolgt, ermordet …

In so einer Ausstellung könnte dann auch als einer der vielen Beispielgeber Dr. Jörg Haider erwähnt werden, der noch wenige Wochen vor seinem Unfalltod sich besonders hervorgetan hat, als Verhetzer und Verleumder gegen Roma und Sinti:

Tausende Zigeuner„. „Es ist zu befürchten, dass tausende Zigeuner auf ihrer Flucht den Weg über die Grenze nach Kärnten antreten und hier ihre Barackensiedlungen errichten oder ganz einfach untertauchen“, begründete Haider […]
Recht und Ordnung. „Kärnten gehört zu den sichersten Bundesländern Österreichs. Das soll so bleiben, daher wollen wir keine Zigeuner bei uns im Lande“, betonte Haider. Sollte der Innenminister nicht sofort handeln, werde man im Falle des Falles mit illegalen Zigeunern aus Italien „genauso hart verfahren wie mit den gewalttätigen Tschetschenen“, welche auf Anordnung des Landeshauptmannes aus Kärnten nach Niederösterreich gebracht worden waren. Haider: „Bei uns herrschen Recht und Ordnung.“

Dr. Jörg Haider lebte also bis zu seinem Tod und lebt für den Schaft BZÖ weiter in seiner  Baracke: zusammengeschustert mit Hetze, Diffamierung, Verleumdung, kreative Wahrheitsbildung, Fehleinschätzung (auch bewußt als Hammer der Panikmache geschwungen) von Entwicklungen   …

PPS Sollte wer der Meinung sein, es müßte eine Gegenausstellung zur oben erwähnten Behübscherei in Kärnten geben, wäre es durchaus vorstellbar, eine solche in einer dafür zu errichtenden (und als Ausstellung auch so zu benennden) Karottenorangen Barackensiedlung der Freiheitlichen zu organisieren, in der Dauer der Behübscherei … Und der Raum einer solchen Geistesbaracke könnte, wenn unbedingt als notwendig gesehen, mit Informationen zu Dr. Jörg Haider gefüllt werden, um …

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