Eine Versuchung für das nationale Lager: Nationalsozialismus II

Posted on 6. August 2009

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Ein Brief an den Lagerfreund des III. Präsidenten NR

 

Andreas Mölzer hat einen Brief erhalten, der ein weiterer Beleg dafür ist, daß es von Dritten gar nicht mehr notwendig ist, Aussagen und Handlungen von Angehörigen der Ein-Paar-Stiefel-Partei mit den Schäften FPÖ und BZÖ zu deuten, zu warnen vor …

Denn dieses patriotische Lager läßt selbst keine Zweifel aufkommen, wie es weltanschaulich eingerichtet ist. Und auch die Warnungen schreibt dieses Lager selbst am deutlichsten.

Der Brief an den sozial-heimatlichen Lagerfreund des III. Präsidenten NR ist zwar bereits vom 27. September 2007, aber dieses Schreiben kritisiert mit am besten das Verhalten vor allem von den Abgeordneten der christlich-kunschakschen Partei, die besser bekannt ist als Österreichische Volkspartei, mit ihrem derzeitigen Obmann Josef Pröll.

Während Dieter Stein, einer aus dem nationalen Lager, die Zusammenarbeit mit der Zeitung des Lagerfreundes des III. Präsidenten NR aufkündigt, somit sich von einer neonazistisch durchsetzten und eingestuften NDP abgrenzt, wählen auch Abgeordnete der ÖVP Martin Graf zu ihrem III. Präsidenten NR, der sich dafür sogleich bei ihnen u.a. damit bedankt, Walter Marinovic in das Parlament einzuladen.

Ich habe mit Dir Anfang August in Kärnten ein ausführliches Gespräch geführt, nachdem ich erfahren habe, daß es Überlegungen geben soll, in Kooperationsgespräche mit NPD und DVU einzutreten. Ich habe Dir schon damals deutlich gemacht, weshalb ich es für eine katastrophale Fehleinschätzung der Lage in Deutschland, im Besonderen aber der NPD und DVU halte, wenn man glaubt, diese Parteien für ein „rechtsdemokratisches“ Projekt für diskutabel zu halten.

Ich habe Dir meine Einschätzungen zur NPD – und diese ist schließlich der entscheidende Faktor in diesem sogenannten „Volksfrontbündnis“ – genannt. Daß sich diese Partei nicht nur nach Auffassung linksgerichteter Antifa-Journalisten, sondern ausweislich ihrer eigenen Verlautbarungen in der Tradition des Nationalsozialismus und des Dritten Reiches sieht, dass sie offen mit neo-nationalsozialistischen, tatsächlich rechtsextremen Kameradschaften, Freien Nationalisten kooperiert und deren Führungsfiguren sogar in ihre Vorstände holt. Auf dem jüngsten NPD-Parteitag in Niedersachsen durfte sogar Christian Worch, die Leitfigur der deutschen Neonazi-Szene sprechen und erhielt große Zustimmung. [Hervorhebung B.K.]

Dieser Auszug aus dem oben verlinkten Brief, der mit Sicherheit auch im politischen Österreich bestens bekannt ist, zeigt gut auf, wie der antifaschistische Grundkonsens in Österreich sogar und vor allem von Abgeordneten der christlich-kunschakschen Partei mehr und mehr aufgeweicht wird.

Martin Graf als Martin Graf spielt keine Rolle. Martin Graf ist nur einer mehr aus diesem Lager. Martin Graf ist auch nicht die Schande, wie auf T-Shirts zu lesen ist; die Schande sind Abgeordnete, die einen aus diesem sozial-heimatlichen Lager zu ihrem Präsidenten wählten, in bester Informiertheit, welchen Ringen, Bünden, Landsmannschaften sie damit Staatsgeltung verschaffen.

Es müssen keine Beispiele für die weltanschauliche Verankerung dieser sozial-heimatlichen Partei mehr gebracht werden, aber in einer Gegenüberstellung soll noch einmal klar festgehalten werden, wie unbedacht, wie rein parteipolitisch, wie geschichtsresistent Abgeordnete im österreichischen Parlament agieren, genauer gesagt, zur Stimmabgabe abkommandiert sind.

Während ein Chefredakteur in Deutschland die Zusammenarbeit mit der mölzerschen Zeitung aufkündigt, kann Andreas Mölzer in seiner Antwort sich rühmen:

Im übrigen hielt Andreas Mölzer abermals fest, daß die gegenseitige Ausgrenzung der Ausgegrenzten nur den Interessen der politischen Gegner diente. „Wer sich derart heftig gegen eine Einigung der patriotischen Kräfte in Deutschland einsetzt, vertritt letztlich die Interessen der politisch-ideologischen Gegner. Während sich Zur Zeit seit mittlerweile zehn Jahren als heftig angegriffene, aber von Gegnern respektierte Wochenzeitung durchsetzen konnte, was sich in der staatlichen Presseförderung widerspiegelt, ist die Junge Freiheit regelmäßig in den Berichten deutscher Verfassungsschützer vertreten“, erläuterte Mölzer. [Hervorhebung B.K.]

Während in Deutschland sogar Gemeinden versuchen, Immobilien selbst zu kaufen, damit der auch im Brief von Dieter Stein angesprochene Jürgen Rieger diese erst gar nicht für die Errichtung von wehrsportlichen Schulungszentren erwerben kann, wird in Österreich das Parlament zum Beispiel weit für einen Schulungsvortrag von Walter Marinovic geöffnet. Jürgen Rieger ist auch Anwalt, wie Herbert Schaller, aber in Deutschland gibt es keine von einem Andreas Unterberger geleitete »Wiener Zeitung« …

Weitere Gegenüberstellungen bitte selbst zu …

Aber allein schon beispielsweise das Bewußtsein für und die Wahrnehmung von Verantwortung von Gemeindeabgeordneten in Deutschland mit dem Bewußtsein für und mit der Wahrnehmung von Verantwortung von Parlamentsabgeordneten in Östereich zu vergleichen, erbringt als einziges Ergebnis die Forderung

Posted in: Martin Graf, Politik