Dr. Jörg Haider ist tot

Posted on 1. Juli 2009

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Zu Dr. Jörg Haider ist damit alles gesagt. 

Zu den aber heute Agierenden ist es leider notwendig, noch viel zu sagen. Es ist leider notwendig, zu jenen sich noch viel einfallen zu lassen, die heute genauso agieren wie seinerzeit Dr. Jörg Haider. Soher ist jedwede Beschäftigung mit einem Dr. Jörg Haider, dessen Tod auch das absolute Ende seiner Bedeutung brachte, eine Verschwendung an Ressourcen.

Ob dieser Weblog, in dem nun eine selige oder heilige Sprechung ersehnt wird, eine Satire ist, eine ernste Forderung ist, das ist einerlei. Wenn es von vielen christlichen Gläubigen oder vielleicht von bloß einer professionellen Ordensschwester eine ernst erflehte Forderung nach Erfüllung ist, gut, mögen sie innerhalb ihrer Mitgliedskirchenmauern ihr seligsprechendes Kalb weiter fetischieren. Das ist ihr gutes Recht auf gelebte Sexualität. Wenn es jedoch eine Satire ist, wäre es tatsächlich erschreckend, daß so viele nun dieses Begehren ernst kommentieren. Wobei es einerlei ist, ob auf diesen Wunsch nach seliger oder heiliger Sprechung reagiert wird mit Zustimmung, Verwunderung, Ablehnung … 

Nicht einerlei jedoch ist, wie die Ein-Paar-Stiefel-Partei mit den Schäften FPÖ und BZÖ agiert und dabei dennoch jammert, sie werde ausgegrenzt, sie müsse um ihre Meinungsfreiheit kämpfen und so fort.

Es ist das Gejammere, das von Dr. Jörg Haider schon bestens bekannt ist, und auch während seiner Obmannschaft nicht den realen Gegebenheiten  wahrheitsgetreu entsprach. Heute jammern beispielsweise Martin Graf und sein Präsidentenlager. Dr. Jörg Haider jammerte bloß ein paar Jahre früher. Sonst ist es die gleiche Liga, ist es der gleiche Umgang mit Wahrheit.

Wie Dr. Jörg Haider nichts hinterlassen hat, das gesellschaftlich, politisch, wirtschaftlich relevant wäre, wird auch Martin Graf nichts von Bedeutung hinterlassen, wenn er eines Tages in Pension gehen wird.  Es soll aber über einen Toten nicht so streng geurteilt werden. Immerhin war er der erste Jammerer der Ein-Paar-Stiefel-Partei. Und für die Parteigeschichte der beiden Schäfte FPÖ und BZÖ soher also von Bedeutung. Außerhalb dieser Partei jedoch kann auch Dr. Jörg Haider nur eingereiht werden in die Masse, die dem Volkssport Gejammere frönt. Und dieser Volkssport wurde schon vor der Geburt des Herrn Dr. Jörg Haider auf höchstem Niveau betrieben.

Zum besseren Verständnis zur oben erwähnten Ausgrenzung das Schreiben vom 2. August 2002 zum Nachlesen. Es wird mit der Anrede zwar Dr. Jörg Haider angesprochen, aber gesendet wurde diese E-Mail trotzdem nicht an Dr. Jörg Haider direkt, sondern an den damaligen Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel. Eine Antwort von Dr. Jörg Haider wurde damals schon als belanglos eingestuft.

Denn es sind immer die direkt anzusprechen, die sich mit Angehörigen von derartigen Bünden, Ringen und Gruppierungen einlassen. Damals war es eben Dr. Wolfgang Schüssel mit Dr. Jörg Haider, heute ist es eben Josef Pröll mit seiner forcierten Wahlempfehlung für Martin Graf und morgen wird es, nach dem Gesetz der Serie, wohl ein anderer ÖVP-Obmann mit einem anderen Angehörigen der Ein-Paar-Stiefel-Partei mit den Schäften FPÖ und BZÖ sein. Und das ist noch erschreckender als die aktuelle aufgeschreckte Graböffnung (sei diese ablehnend oder zustimmend motiviert, ist einerlei).

Und bei der Suche nach der oben verlinkten E-Mail wurde noch eine E-Mail gefunden, vom 8. Mai 2002, an Martin Graf. Nicht einmal im Jammern war Dr. Jörg Haider inmitten seiner Schäfte FPÖ und BZÖ einzig und groß; denn Martin Graf, der heutige Beispielgeber, jammerte damals auch schon über Verunglimpfung. Seine Antworten stehen allerdings bis heute aus, jedenfalls auf die direkt an ihn gerichteten Fragen. Und in diesem Fall reagierte Martin Graf richtig; denn die Fragen in dieser offenen E-Mail waren menschgemäß vor allem gedacht als Information an alle in Politik und Medien, an die diese E-Mail in Kopie weitergeleitet wurde.

Ansonsten gibt das Präsidentenlager beinahe täglich die bestens bekannten propagandistischen Antworten, zu denen Angehörige dieser Ein-Paar-Stiefel-Partei fähig sind, mögen sie Dr. Jörg Haider geheißen haben, mögen sie Martin Graf heißen, mögen sie …

Posted in: Martin Graf, Politik