Rechte widerlegen sich am hervorragendsten selbst

Posted on 30. Juni 2009

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Es wurde bereits darüber geschrieben, wie Rechte sich am hervorragendsten selbst widerlegen.

Zum Beispiel Alexander Höferl mit seinen schlichten Versuchen, für seinen Präsidenten eine Freiheit für das Meinungsgut seines Lagers herbeizuschreiben.

Am 18. Juni 2009 schreibt Alexander Höferl auf der Website, die gemäß Impressum von Martin Graf verantwortlich betrieben wird:

Der Präsident dankte allen seinen Unterstützern und versprach, sich weiterhin standhaft für die Anliegen der Bevölkerung einzusetzen. Graf wertete die vielen Unterschriften nicht nur als Zustimmung zu seiner Person, sondern vor allem auch als Signal für Versammlungs-, Presse- und Meinungsfreiheit.

Am 24. Juni 2009 hat Alexander Höferl die Bedeutung des Durchstreichens auf der Website, die gemäß Impressum Martin Graf verantwortlich betreibt, erklärt:

Ebenso wie der rote Strich als Hervorhebung jener Passagen, die anderswo vielleicht zensuriert würden, symbolisiert der freiheitsliebende „Viktor“ die Berichterstattung auf unzensuriert.at und das unermüdliche Eintreten für die Wahrung der Grund- und Freiheitsrechte wie Meinungs- und Versammlungsfreiheit.

Für die Anliegen der Bevölkerung sich einzusetzen: Wer mit der hierzulande wohl meist verwendeten Suchmaschine diese Phrase suchen läßt, kann sich nicht nur schnell überzeugen, daß diese Phrase nicht, nicht einmal vielleicht, und auch nicht anderswo zensuriert wird, sondern diese Phrase überall inflationäre Verwendung und Veröffentlichung erfährt. Es setzen sich also schon mehr für die Anliegen der Bevölkerung ein, als die Bevölkerung vielleicht überhaupt Anliegen hat, als es vielleicht gar Bevölkerung gibt.

Dieser Beitrag hätte nicht geschrieben werden müssen, weil ja das von Alexander Höferl Gedachte zum einen ohnehin offensichtlich ist, zum anderen von nahezu rührender Einfachheit.

Dennoch muß immer wieder darauf hingewiesen werden, wie dieses Präsidentenlager die Widerlegungen seiner Aussagen stets selbst liefert.

Alpen Donau Info Verweise Martin Graf

Dennoch muß immer wieder darauf hingewiesen werden, welche Art von Meinungsfreiheit dieses Präsidentenlager herbeischreiben, herbeireden will. Und als ein Beispiel dafür eignen sich die Verweise von der »Alpen-Donau-Info«, in die neben dem Konterfei von Gerd Honsik auch gut eingebettet ist der Banner der Website des III. Präsidenten NR.

Selbstverständlich muß dabei berücksichtigt werden, daß auch ohne Zustimmung verlinkt wird. Es geht also nicht darum, Martin Graf zu unterstellen, er hätte seine Zustimmung für diese Verlinkung gegeben. Aber es ist ein gutes Beispiel für den Gleichschritt im Kampf für – jedenfalls nicht für Meinungsfreiheit; denn die Freiheit zur Meinungsäußerung besitzt auch das Präsidentenlager zur Genüge.

Was aber dieses Lager, das zum Präsidentenlager verlinkt, auch nicht besitzt, ist das Vermögen zum Auseinanderhalten von (beispielsweise) Meinung und Geschichtsschreibung. Zur Verdeutlichung ein Beispiel von »AFP-Aktiv«:

Bischof Williamson muß Argentinien verlassen!
Weil er es gewagt hat seine Meinung zur Geschichtsschreibung offen auszusprechen, wird nun der englische Bischof Richard Williamson von Argentinien aufgefordert, das Land zu verlassen! Weiters wird ihm mit dem Ausschluß aus der Pius-Bruderschaft gedroht, sollte er seine Ansichten nicht öffentlich widerrufen!
Wenn dies die Mittel sind, die offizielle Geschichtsschreibung zu manifestieren, dann ist das demokratische Recht der Meinungsfreiheit ernsthaft in Gefahr!

Posted in: Politik, Martin Graf