III. Präsident NR unterstellt sich, in einer Diktatur zu leben

Posted on 25. Juni 2009

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Rechter Akademiker widerlegt
sich am hervorragendsten selbst

 

Die zweite Überschrift fand schon Verwendung. Aber erstens paßt diese auch sehr gut zu diesem Artikel, und zweitens, diese ist nicht allein dem rechten Akademiker Martin Graf gewidmet, sondern seinem ganzen akademischen Lager.

Martin Graf unterstrich zuletzt seine Verbundenheit mit Viktor Adler, indem er das Maskottchen von unzensuriert.at, den blauen Adler auf den Namen „Viktor“ taufte. Ebenso wie der rote Strich als Hervorhebung jener Passagen, die anderswo vielleicht zensuriert würden, symbolisiert der freiheitsliebende „Viktor“ die Berichterstattung auf unzensuriert.at und das unermüdliche Eintreten für die Wahrung der Grund- und Freiheitsrechte wie Meinungs- und Versammlungsfreiheit.

Martin Graf am 24. Juni 2009 auf seiner Website UnzensuriertAt.

Es gäbe sehr viele Beispiele, die angeführt werden könnten, wie Martin Graf sich auch diesmal selbst hervorragend widerlegt. Aber die Hauptfrage ist, war den 109 Abgeordneten, die ihn zum III. Präsidenten NR wählten, bewußt, was für ein Zeichen sie mit dieser ihrer Wahl setzen?

Einen Mann also an die Staatsspitze eines demokratischen Landes zu wählen, der offensichtlich zu glauben scheint, in einer Diktatur zu leben.

Gehört es doch unbedingt zum Wesen jedweder Diktatur, auch die Meinungsgewalt zu besitzen und diese mittels Zensur zu sichern.

UnzensuriertDenn es gab »Unzensuriertes« bereits zu der Zeit, als Abgeordneter Martin Graf noch vor dem ihm gemachten Aufstieg stand; damals allerdings noch mit dem Zusatz »der Infobrief« und auf Martin-GrafAt.

Zwei Beispiele, wie Martin Graf sich hervorragend gestern, heute und morgen selbst widerlegt, sollen doch angeführt werden:

Aktuell zur Versammlungsfreiheit:

Der Festkommers in Innsbruck konnte nicht nur ohne staatliche Einschränkung problemlos abgehalten werden, sondern die Exekutive der demokratischen Republik wandte zusätzlich alles auf, um die Versammlungsfreiheit zu garantieren.

Zur Meinungsfreiheit genügen bereits zwei Hinweise:

Zum einen auf die Zeitung von Andreas Mölzer, deren Meinungsfreiheit in der demokratischen Republik auch schon mittels Steuergeld gefördert wurde.

Und zum anderen auf die Website UnzensuriertAt selbst, die in der demokratischen Republik problemlos aufgerufen und gelesen werden kann.

PS Schön allerdings wäre es, von Martin Graf doch erfahren zu dürfen, wo dieses sein Anderswo zu finden ist. Ein Anderswo, das allerdings Martin Graf nicht zu meinen bzw. zu kennen scheint, ist gut bekannt und leicht erreichbar für jene Schreibenden, für die beispielsweise Qualität, Redlichkeit, fundierte Recherche nicht Synonyme für Zensur sind.

 

Namen doch noch gefunden

Da es dann doch nicht geglaubt werden konnte, daß Beiträge auf der Website von dem formal vierten Mann im Staat nicht namentlich gekennzeichnet werden, wurde weiter gesucht, gesucht und gesucht – endlich: Über den Umweg der PDF-Datei konnte doch noch herausgefunden werden, wer auch den oben angeführten Beitrag schrieb: Alexander Höferl.

Weshalb aber der Name derart mühsam zu finden veröffentlicht ist, darüber kann spekuliert werden. Üblich ist es nicht, Leser und Leserinnen den (in diesem Fall) Verfasser zu verbergen. Die Überlegung dahinter, als eine mögliche, könnte sein, es soll damit der Eindruck vermittelt werden, Martin Graf schreibe all dies selbst, weil er sich damit vollständig identifiziere, weil er ein tüchtiger Mann sei, weil er im Falle eines zu starken kritischen Gegenwinds dann sagen könne, es war zum Beispiel Alexander Höferl, und nicht er, und nicht er, der III. Präsident NR und Betrieber dieser Website.

Martin Graf

Aber wird UnzensuriertAt beispielsweise über www.wahlblogs.at aufgerufen, wird auch unmißverständlich und mit Recht ein Beitrag von Dr. Martin Graf selbst erwartet, nicht von Alexander Höferl. Alexander Höferl dürfte, darf vermutet werden, keine andere Rolle einnehmen, als die eines Ghostwriters.

Anleitung zum Auffinden der Namen

Wie am leichtesten, wenn jetzt das System der Namenszeichnung richtig verstanden wird, auf dieser Website die Verfasser gefunden werden können:

Indem der Beitrag von Interesse aufgrund seines Titels nicht über die Liste »Aktuelle Einträge« aufgerufen wird und auch nicht durch das Anklicken der Überschrift des Beitrages von Interesse auf der Startseite. Sondern durch Anklicken einer der Kategorien auf der Startseite, wie Medien, Parlament, Jubiläum … Oder eben dadurch, daß der Beitrag von Interesse gelesen wird und dann als PDF-Datei noch einmal …

Ein denkbar besonderes System eines sich wohl als besonders verstehenden Lagers, das die Namen seiner Mitglieder nicht einfach gleich preisgibt, sondern als Belohnung für jene, die sich die Mühe machen, die Namen auch finden zu wollen, weil sie sich nicht mit dem suggerierten Eindruck begnügen wollen, dies alles sei von Martin Graf selbst geschrieben. Aber ganz gleich, wer immer auf dieser Website schreibt, die Verantwortung für das Veröffentlichte hat der Betreiber dieser Website: der III. Präsident NR.

 

Posted in: Martin Graf, Politik