„Ich verachte diese Demokratie und gute Gründe, Antisemit zu werden“

Posted on 31. Mai 2009

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Wer verachtet diese Demokratie? Es ist

S. E. Dr. Johann Josef Dengler, corporiert im Österreichischen Cartellverband, ist Mitherausgeber von „Zur Zeit“, Vizepräsident des Österreichischen Nationalkomitees des International Vienna Councils und war ao. und bev. Botschafter.

Dies zumindest ist wahrheitsgemäß auf couleurstudent at geschrieben: daß Johann Josef Dengler Botschafter war; denn im Impressum von der mölzerschen Zeit steht Botschafter, als ob er noch ein Botschafter wäre, und in diesem wird, wie hier schon berichtet wurde, Hilmar Kabas weiter als Volksanwalt geführt, als ob er noch ein Volksanwalt wäre.

Wer kennt gute Gründe, Antisemit zu werden?

Dieser Beitrag auf couleurstudent at ist nicht namentlich gekennzeichnet; geschrieben ist dieser zum »Club 2«, in dem der Frage nachgegangen wurde, wie rechts Österreich sei. Wie genau der unbekannte Schreiber (eine Frau kann es nach dem Selbstverständnis des Mannes dieser Site nicht gewesen sein) es mit Daten und Fakten nimmt, kann auch daran abgelesen werden, daß diese Sendung mit 4. Februar 2008 datiert ist, ausgestrahlt wurde diese aber tatsächlich 2009. Es ist u.a eine Verbalattacke gegen Ruth Beckermann, die in diesem Beitrag als »linksextreme jüdische Filmemacherin« vorgestellt wird.

Auf der Website des Couleurstudenten mit der gemäß Impressum »grundlegenden Richtung katholisch-konservativ« sind derart viele Ungeheuerlichkeiten zu finden, daß zu fragen ist, weshalb es diese Website überhaupt noch geben kann, zumal diese, was rechtlich die Sache vereinfacht, eine österreichische Domainadresse hat. Auch Ewald Stadler vom Schaft BZÖ der Ein-Paar-Stiefel-Partei wird befragt, und Ewald Stadler gibt profunde Antworten beispielsweise zu Kunst und Kultur. So diagnostiziert Mag. Ewald Stadler, daß das Burgtheater ein »linksextremes« Theater sei, und er kann auch politische Lösungen anbieten: die Verantwortlichen für diese Kulturpolitik gehörten vor das Gericht, und er beklagt, daß »moderne Kunst, also linker Mist«, gefördert werde. Unter dem Titel »Holocaust – die neue Weltreligion« wird gefragt, was denn zu Ostern eigentlich gefeiert werde, die »Auferstehung Christi oder diejenige Großisraels«. Und so fort, und so fort.

Die Wähler und die Wählerinnen sollten sich auch am 7. Juni 2009, ehe sie ihre Stimmen der Ein-Paar-Stiefel-Partei mit den Schäften FPÖ und BZÖ geben wollen, fragen, was diese Partei tatsächlich von Demokratie hält, was diese Partei anstelle dieser Demokratie tatsächlich installieren möchte, wenn beispielsweise der Mitherausgeber der mölzerschen Zeit, also ein ganz eng mit dem Spitzenkandidaten Andreas Mölzer Verbundener, diese Demokratie verachtet.

Welche Einträge immer im Internet zu Johann Josef Dengler zu finden sind, stets steht hinter seiner ehemaligen Berufsbezeichnung auch die Partei: ÖVP.

ÖVP und die Karriere eines Verächters dieser österreichischen Demokratie …

Die ÖVP handelt also wahrlich stets christlich: wenn du dir einen Johann Josef als Botschafter gehalten hast, dann halte auch einem Martin die Leiter zum Aufstieg hin.

Posted in: Politik