Die Guterei in Österreich oder warum die Ein-Paar-Stiefel-Partei siegen

Posted on 28. Mai 2009

3


 

wird, immer weiter, weil …

Es gibt dafür menschgemäß nicht die letzte schlüssige Antwort, die letzten und endgültigen Gründe …

Aber es muß angemerkt werden …

Wie die »nationalsozialistische Vergangenheit« lediglich als Schlagwort für die eigene Entrüstung zum Einsatz kommt, wie lediglich moralisch »Schande« und »Beschädigung des Ansehens Österreichs« gegen die Ein-Paar-Stiefel-Partei mit den Schäften FPÖ und BZÖ und aktuell vor allem gegen Martin Graf bis zur baldigen Verstummung gerufen und bald wieder ein Seiteneingang zur Option, mit dieser Partei doch auf allen politischen Ebenen koalieren zu können, gefunden werden wird …

Für das Beschädigen des Ansehens Österreichs müßte es eine Welt geben, deren Ansehen nicht beschädigt ist. Die Wahrheit aber ist, das Ansehen der gesamten Welt ist beschädigt.

Und darüber wird in Österreich nicht gesprochen, jedenfalls nicht in der breitesten, und nur um diese geht es hier stets, öffentlichen Diskussion, die möglich ist.

Es ist ausschließlich eine moralische Aufregung, in der es ausschließlich um Innerösterreichisches geht. Und innerhalb dieser österreichischen Grenzen bekunden alle ihr Gutsein, ihre Achtung vor den Menschenrechten, ihren Respekt vor der Menschenwürde, ihr Dafürsein und ihren Einsatz für eine sozial gerechte Verteilungspolitik,  ihre Abscheu beispielsweise vor der Hetze dieser Ein-Paar-Stiefel-Partei gegen Menschen, die diese Partei als nicht inländische brandmarkt.

Freilich, zu zahlreichen Rücktrittsaufforderungen  auch von sogenannten Spitzen des Staates kommt es jedoch erst, wenn ein angesehener und betuchter Bürger von Martin Graf, dem heutigen Beispielgeber, derart ungebührlich angegriffen wird.

Aber zugleich bekunden alle auch, daß es Regelungen für die Zuwanderung geben muß, daß es Kontigentierungen geben muß, damit, derart deutlich wird es nicht ausgesprochen, der Wohlstand für Österreich nicht gefährdet wird.

Warum aber die Gefährdeten auch nach Österreich flüchten müssen wollen, wo es wirklich die wahren massenhaften Flüchtlingsströme auf dieser Welt gibt und warum, wie die gesamte sogenannte westliche Welt Elend, Not und Massenmord von ihrem Territorium fernhält und mit welchen Strategien, wie die gesamte sogenannte westliche Zivilisation zu Elend, Not, Massenmord und Massenflucht außerhalb ihrer Grenzen beiträgt, zusieht, wer die Hauptlast dieses Elends, dieser Not trägt, darüber ist in Österreich breit nichts zu vernehmen.

Es wird lediglich auf dem Hof der Guterei nach dem Rechten gesehen, ohne aber politisch zu denken, zu kommunizieren und zu handeln. Es wird nicht einmal mehr versucht, Ursachen, Täter und Täterinnen zu benennen. Menschen, die aus politischen, sozialen, wirtschaftlich das Leben nicht einmal auf niedrigstem Niveau bewältigbaren Gründen etwa nach Österreich emigrieren müssen wollen, auf gleicher Augenhöhe zu begegnen, ist kaum noch einen Gedanken wert.  Gleichzeitig aber ist inzwischen von allen anerkannt, daß es eine ordentliche Zuwanderungspolitik geben muß, mit klar verordneten Regeln, nach denen sich immigrierte Menschen strikt zu richten haben, als Beweis für ihre Unterwerfungswilligkeit, um dann den Integrationsgutschein für Gnade, Güte und Duldung als niederste österreichische Kaste einlösen zu dürfen. Aber nicht mehr gesehen werden will, daß globale Änderungen notwendig sind, um Elend, Not, Massensterben, Massenmord und massenhaftes Flüchtenmüssen in dieser Welt radikal einzudämmen.

Es fehlt also nicht viel, daß auch die Ein-Paar-Stiefel-Partei mit ihren Schäften FPÖ und BZÖ eine Gutpartei werden könnte: sie müßte dafür nur ihre zu laute, zu direkte und zu vulgäre Sprache aufgeben, nicht aber ihre Inhalte. Und schon wäre auch ein Martin Graf ein guter und ehrenwerter Mann, wie wir alle gute und ehrenwerte Menschen sind, die beispielsweise gegen Martin Graf als hohen Repräsentanten des Staates sind …

Posted in: Politik