Die Kompetenzen des Präsidenten NR und die Wiener Zuverlässigkeit der Polizei

Posted on 9. Mai 2009

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Martin Graf hätte bereits, war allenthalben in den letzten Monaten zu lesen, Erfahrungen sammeln können, als Schutzmann in einer besonderen Veranstaltung.

Anläßlich eines europäischen Gipfeltreffens der Rechtsdemokraten in Wien im Jänner 2009 , wie auf der Website der »Bürgerbewegung pro NRW« zu lesen ist, versprach Graf,

Gipfeltreffen Rechtsdemokraten in Wiensich intensiv um den ordnungsgemäßen Schutz der österreichischen Parlamentarierdelegation am 9. Mai 2009 in Köln zu kümmern.

Möglicherweise schätzt Martin Graf doch auch selbst seine Kompetenzen im Bereich des Personenschutzes höher ein als seine Fähigkeiten für die präsidial parlamentarische Arbeit.

Entweder wollte Martin Graf mit diesem Versprechen dafür sorgen, daß er weitere und diesmal sogar in einem anderen Väterland Praxis erwerben kann, oder es diente dazu, erstmalige Erfahrungen als Schutzmann sammeln zu können für seine eventuell baldigen Bewerbungsschreiben an …

Weshalb aber der Präsident NR den ordnungsgemäßen Schutz überhaupt versprechen hatte müssen? Aufgrund des oben genannten Berichtes könnte vermutet werden, weil in Köln keine österreichische Polizei für den ordnungsgemäßen Schutz zum Einsatz wird kommen können:

Beendet wurde die zweitäge Konferenz mit dem gemeinsamen Besuch des traditionsreichen WKR-Balles der Studentenverbindungen in der Wiener Hofburg, wo es übrigens auch eine linke Gegendemonstration gab. Diese wurde aber – im Gegensatz zum 20. September in Köln – ordnungsgemäß auf Abstand gehalten, und linke Randalierer wurden umgehend verhaftet und in die Schranken verwiesen. Vielleicht sollte sich der Kölner Polizeipräsident Steffenhagen (SPD) von seinen Wiener Kollegen bei Gelegenheit einmal erklären lassen, wie mit linken Gewalttätern zu verfahren ist … Die Vertreter der pro-Bewegung diskutierten lange mit dem neuen stv. österreichischen Nationalratspräsidenten Dr. Martin Graf (2. v. l.) über die unglaublichen Zustände während des ersten Anti-Islamisierungskongresses, bei dem auch österreichische Abgeordnete mit Flaschen und Steinen beworfen wurden. [Hervorhebungen B.K.]

Sollte Martin Graf also tatsächlich sich dafür entscheiden, Schutzmann werden zu wollen, ist auch ihm menschgemäß zu wünschen, er möge recht bald eine ordentliche Arbeitgeberin finden.

Es sollte dann aber nicht ausschließlich seine präsidiale Arbeit allein allzu streng bewertet werden; denn Martin Graf konnte sich nicht selbst zum Präsidenten wählen. Damit wäre auch gleich zu vermeiden, in Jahren eine zusätzliche Frage eines lesenden Arbeiters schreiben oder lesen zu müssen, die lauten könnte: Martin Graf wählte sich zum Präsidenten NR – standen nicht wenigstens Josef und Maria an der Urne, ihm zur Seite?

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