Letterblog to Martin Graf

Posted on 27. April 2009

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Sehr geehrter Herr Präsident NR!

Beinahe gab es die Versuchung, schon zu denken, Sie wollen enttäuschen. Aber auf Sie ist Verlaß, auch in Ihrem neuen Amt.

Heute, am 27. April 2009, lassen Sie durch Michael Siedler in Ihrem Blog das längst erwartete Wort für die Sudetendeutschen ergreifen, gegen die Tschechei, wie die Tschechische Republik liebevoll nostalgisch von ihm bezeichnet wird.

Jedoch die Quelle der zwei von ihm angeführten Zitate hat er wahrscheinlich nur in der Eile, zu der dieses schnelle Medium mahnt, vergessen anzuführen. Sollten die zwei Zitate, die für ihn, wie er schreibt, eine wohl sehr deutliche Sprache sprechen, von ihm doch nicht von SudetenAt mit der Postadresse Haus der Heimat abgeschrieben worden sein, lassen Sie es bitte Ihre Leser und Leserinnen noch wissen. Jedenfalls sind auf dieser Webpage beide Zitate zu finden. Und auch ein Tippfehler würde dafür sprechen. Aber auf was oder auf wen, außer auf Sie natürlich, ist heute noch Verlaß?

Übrigens, das zweite gebrachte Zitat ist von General S. Inr.

Auf der Webpage von der Sudetendeutschen Landsmannschaft können nicht nur u.a. Zitate gefunden und Bücher bestellt werden, wie zum Beispiel »Unser Holocaust« von Heinrich P. Koch, »Das Golgatha der Sudetendeutschen« von Heinz Scheibenbogen, sondern auch, aber das werden Sie, dies soll einmal bis zu Ihrem Widerruf angenommen werden dürfen, ohnehin wissen, diese treuen und braven gegenseitigen Verlinkungen bewundert werden, weil es eben keine elektronischen Einbahnen sind.

Eine dieser Verlinkungen soll hier angeführt werden, weil in 2002 bereits Hans Dichand mit seiner »Kronen-Zeitung« die Website des Heimatkreises Mies-Pilsen e.V. als Bezugsquelle in einer großen Artikelserie nannte. SudetenAt und SudetenlandAt führen eine gemeinsame Linkliste, von der zum Heimatkreis Mies-Pilsen e.V. gelangt werden kann und von diesem Heimatkreis mit einem Link wieder zurück zu SudetenAt.

Es muß Abbitte geleistet werden, denn der erste Gedanke war, die Zitate könnten aus dem von der »Kronen-Zeitung« breitest besprochenen  Roman von Sidonia Dedina entnommen sein: »Edvard Beneš – der Liquidator«. Aber es hätte ja sofort bedacht werden können, daß Michael Siedler, der in Ihrem Blog (auf Ihr Geheiß hin?), im Blog des III. Präsidenten des NR schreibt, nicht nur ein, sondern viele wissenschaftliche Bücher heranziehen wird, um der Vergangenheit redlich und eines Parlamentspräsidenten würdig gerecht zu werden.

Sie werden sich jetzt möglicherweise fragen, weshalb Ihnen dies alles geschrieben wird.

Es ist schlicht gedacht als Erinnerung, damit Sie als Service für Ihre Leser und Leserinnen also die Quellenangaben noch nachreichen können, die ja bestimmt nicht absichtlich vergessen worden sind.

Und auch ein wenig wegen der Frage, ob vielleicht mit einer baldigen Lesung zum Beispiel von Sidonia Dedina im Parlament der österreichischen demokratischen Republik gerechnet werden darf, vielleicht sogar mit einer geschichtswissenschaftlichen Einführung durch Hans Dichand?

Mit freundlichen Grüßen,
Bernhard Kraut

Posted in: Politik