Auf der anderen Seite von Honsik – Stadler Priesterbruderschaft St. Pius X

Posted on 23. April 2009

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… Gerd Honsik als Volksanwalt, wie etwa ein Stadler Ewald, hätte auch selbst entscheiden können, zum Beispiel, welche Organisationen er eigenmächtig zur gesamten öffentlichen Verwaltung gehörend, also den Vollzug der Gesetze durch alle Behörden, Ämter und Dienststellen, ernennt:

ob zum Beispiel auch die römisch-katholische Kirche,

in welcher Angelegenheit er entgegen den geregelten Zuständigkeiten dennoch rechtsfreundlich tätig sein möchte, ob zum Beispiel auch in Sachen Kirchenbeitrag an die Priesterbruderschaft St. Pius X.

Dann hätte er an die Singerstraße adressierte Briefe (vielleicht nach Art der Musterbriefe an Stadler Ewald: siehe u.a. Interview aus 2004) bekommen. In der Singerstraße ist der Sitz der Volksanwaltschaft der Republik Österreich, deren Aufgaben und Zuständigkeit genau geregelt sind.

Soher hätte er die Shoa nie selbst zu leugnen gehabt. Er hätte es einfach vertrauensvoll in die Hände eines Bischofs legen können. Denn die Priesterbruderschaft St. Pius X. hat zumindest einen Bischof in ihren dichten Reihen, der die Leugnung der Shoa auf sich genommen hat. Und das Wort eines Oberhirten hat noch immer Gewicht. Wenn ein Aufseher spricht, ist es in Österreich beinahe so, als würde Hans Dichand selbst zum Volke sprechen.

Er hätte wohl nie Vorladungen von einem Gericht erhalten, im Gegenteil; er hätte sich an der Post, auch wenn diese nicht direkt an ihn adressiert gewesen wäre, beispielsweise aus dem Vatikan teilhabend erfreuen können, mit der die Priesterbruderschaft St. Pius X. eingeladen wurde, heimzukehren.

Ob Stadler Ewald in Sachen Kirchenbeitrag erfolgreich war, entzieht sich der Kenntnis. Aber diese Wissenslücke macht keinen Kopf.  

Interview mit Volksanwalt Mag. Ewald Stadler

Neues von der Aktion „Kirchenbeitrag für Pius X.“

DIE WAHRHEIT: Herr Mag. Stadler, wie stehen die Verhandlungen mit der Bischofskonferenz in Sachen „Kirchenbeitrag für Pius X.“?

Mag. Stadler: Vor mehreren Wochen war eine Abordnung des Erzbischofs von Wien bei mir vorstellig. Ich habe ihnen dort die Linie erklärt, daß mit dem Mobbing gegen Bischof Krenn der Rubikon überschritten ist. Daß es jetzt entweder die Anerkennung unserer Zahlungen an Pius X. gibt, oder wenn das nicht anerkannt wird und wenn der erste geklagt wird, daß dann das Volksbegehren gestartet wird. Seitdem habe ich von der Bischofskonferenz nichts mehr gehört. Es wurde dann in Aussicht genommen, daß noch der Sekretär der Bischofskonferenz ein Gespräch mit mir führen soll über die näheren Umstände, aber dieses Gespräch hat, jedenfalls bis jetzt, nicht stattgefunden.

D.W.: Das heißt, es hat auch bis jetzt noch keine Klage gegben?

M.St.: So ist es. Und eine Klage, die anhängig war, ist ruhend gestellt worden.

D.W.: Ist es richtig, daß Forderungen der Diözesen nach drei Jahren verfallen?

M.St.: Ja, das ist die allgemeine Verjährungsfrist. Alle Ansprüche, die außerhalb von drei Jahren sind, sind ja mit der Einrede der Verjährung nicht mehr verfolgbar. Das ist allgemeines Schuldrecht.

D.W.: Das heißt, jene Beträge, die aus älteren Forderungen stammen, sind praktisch schon „offiziell“ an Pius X. gegangen?

M.St.: Genauso ist es.

D.W.: Wieviele Katholiken sind es derzeit, die sich an der Aktion beteiligen?

M.St.: Derzeit sind es etwa Hundert quer durch Österreich, und es kommen jede Woche mehrere neu dazu.

D.W.: Das heißt, derzeit „abwarten“. Wird es ein Volksbegehren geben?

M.St.: Ich habe den Vertretern des Erzbischofs gesagt, nicht wir sind am Zug, sonder sie sind am Zug. Ich habe keinen Grund, mutwillig ein Volksbegehren vom Zaun zu brechen. Aber wenn man mich dazu zwingt, indem man die Leute, die sich dieser Aktion angeschlossen haben, klagt, werde ich mich allerdings nicht scheuen, das auch zu tun.

D.W.: Herr Volksanwalt, wir danken für das Gespräch.

So funktioniert’s:

Volksanwalt Stadler versucht derzeit, mit den österreichischen Diözesen eine gütliche Regelung zu finden, daß die Kirchenbeitrags-Zahlungen an die Pius-Bruderschaft (IBAN: AT642011131002001008, BIC: GIBAATWW) offiziell anerkannt werden. Von P. Weigl, dem österr. Distriktoberen der Pius-Gemeinschaft (A-3542 Jaidhof 1) haben wir die Zusage, daß er die bis zur Lösung des Konfliktes einbezahlten Beträge nicht verwendet und im Falle des Scheiterns zurückbezahlt (er würde nur die Zinsen als Verwaltungsbeitrag behalten). Dazu zwei Muster-Briefe:

An die Kirchenbeitragsstelle (EINSCHREIBEN): Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben Ihren Kirchenbeitragsbescheid für das Jahr xxxx erhalten. Mit unserem Gewissen können wir allerdings nicht mehr vereinbaren, diesen Kirchenbeitrag an die Diözese xxx zu entrichten. Daher haben wir den vollen Betrag an die Priesterbruderschaft St.Pius X. überwiesen. Den Einzahlungsschein legen wir in Kopie diesem Schreiben bei.

Ferner haben wir Herrn Volksanwalt Mag. Stadler die Vollmacht erteilt, uns in Sachen Kirchenbeitrag rechtsfreundlich zu vertreten. Wir bitten Sie daher, alle eventuellen zukünftigen Schreiben in dieser Sache an Herrn Mag. Stadler zu richten. Mit freundlichen Grüßen …

Herrn Volksanwalt Mag. Ewald Stadler, Singerstr.17, PF 20, 1010 Wien: Sehr geehrter Herr Mag. Stadler, wir möchten Sie bitten, uns in Sachen Kirchenbeitrag rechtsfreundlich zu vertreten. Wir erteilen Ihnen dazu hiermit, Ihr Einverständnis vorausgesetzt, die Vertretungsvollmacht. Sämtliche Unterlagen finden Sie als Kopie in der Anlage. Mit freundlichen Grüßen …

Posted in: Politik