NSDAP und die Propaganda-Epigone

Posted on 17. April 2009

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Siamesische freiheitliche Partei mit den Taufnamen FPÖ und BZÖ

 gedeiht nach wie vor am besten auf stark christlich-kunschakschen gedüngten Boden, bewässert von sozialdemokratisch lieblich-besorgten Gärtnerinnen und sich heraushaltenden Gärtnern.

So aktuell die neuerlichen Turbulenzen um Martin Graf sind, so alt ist der Boden, über den diese wirbeln.

Es geht hier nicht darum, die siamesische Partei in die Nähe des Nationalsozialismus zu rücken — das scheinen ihre Funktionäre ohnehin exklusiv erledigen zu wollen, wie, um ein Beispiel anzuführen, Andreas Mölzer, der Ewald Stadler zwischendurch schon mal einen klerikal-faschistischen Politiker nennnt.

Es geht hier nicht darum, vor der Wiederkehr des Nationalsozialismus zu warnen — in Erinnerung der Leistung der siamesischen Partei in der christlich-blauen Regierung kann darauf verzichtet werden.

Es geht um den epigonalen Einsatz der Propaganda, mit dem die siamesische Partei Zeit und Energie Dritter bindet, die für tatsächlich wichtige politische Arbeit dringend benötigt werden würde.

Es geht um den epigonalen Einsatz der Propaganda, die die siamesische Partei als eine Partei kenntlich macht, von der nichts Förderliches für eine demokratische Weiterentwicklung der Republik Österreich zu erwarten ist.

Wie aus der Geschichte bestens bekannt, zu wissen ist und auf die ohnehin vor allem Funktionäre der siamesischen Partei fanatisch verweisen (eines der Beispiele ist weiter unten noch zu lesen), haben die Nationalsozialisten alle ihre begangenen Verbrechen zunächst einmal propagandistisch anderen vorgeworfen. Um doch ein Beispiel, obgleich wie gesagt nicht notwendig, anzuführen: die Nationalsozialistinnen haben den Juden vorgeworfen, einen Krieg gegen Deutschland führen zu wollen … Kurz und schlecht: alles Negative, alles Ungeheuerliche ist von den Nationalsozialisten allen als ihre Feinde Ausgewählten zuerst einmal vorgeworfen, unterstellt worden.

Und ebenso bezichtigt die siamesische Partei epigonal alle, die ihr kritisch gegenüberstehen, des eigenen Denkens, des eigenen Wollens und des eigenen Vorgehens. Und an diesen von der siamesischen Partei vorgebrachten Vorwürfen, Verdrehungen, Umkehrungen, Behauptungen ist die siamesische Partei eindeutig zu erkennen, zu bewerten und als wählbare Partei absolut zu vergessen.

Es sind lediglich all diese Vorwürfe, Verdrehungen, Umkehrungen, Behauptungen, die die siamesische Partei gegen ihre von ihr als Feinde Angesehenen äußert, rückzuübersetzen, um zu wissen, daß diese siamesische Partei nicht zu wählen ist, außer menschgemäß von jenen, die demokratischen Stillstand bis hin zu Rückbau der Demokratie, wirtschaftlichen Bankrott, rechtsstaatliche Verlotterung als erstrebenswerte Zukunft ansehen.

Als aktuelle Übersetzungsarbeiten sind zu empfehlen die Presseaussendung der FPÖ vom 16. April 2009 und was Hauptquartiermeister NR Martin Graf unter »Politik unzensuriert – Blog des III. Nationalratspräsidenten – Mag. Dr. Martin Graf« schreiben läßt:

Doch in Wahrheit muss man das Verhalten von Journalisten vom Schlage Rohres vor dem Hintergrund der Geschichte kritisch betrachten. Diese Praxis erinnert nur zu sehr an die Bücherverbrennung der Nationalsozialisten, wo Bücher bloß auf Grund der Abstammung oder der politischen Ansichten ihrer Autoren Raub der Flammen wurden. Die Bücherverbrennungsaktion wurde damals unter dem Deckmantelder „Aktion wider den undeutschen Geist“ geführt, so sollte doch Rohrer Ihren Feldzug als „Aktion wider den deutschen Geist“ titulieren. Keiner der beiden Ansätze darf in einer freisinnigen, demokratischen Gesellschaft Platz finden.

Wie die NSDAP alles durch ihre Sprache über sich selbst überdeutlich gesagt hat, sagt auch die siamesische Partei alles über sich selbst überdeutlich. Aus der Geschichte also braucht nur eine Konsequenz gezogen zu werden: Hinhören auf das, was und wie jemand etwas sagt. Und menschgemäß darf dies nicht nur auf die siamesische Partei angewendet werden, sondern auch, weil gerade heute Premierminister Jean Claude Juncker einen Leopold-Kunschak-Preis erhält im Hauptquartier NR, zum Beispiel, was will die Volkspartei mit ihrem fortwährenden Gedenken an ihren Antisemiten sich selbst und dem Volke sagen?

Posted in: Politik