Auf bedenklichen Wegen mit Kunschaks Geist

Posted on 14. April 2009

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Fragen aus Luxembourg

Es werden christlich-soziale Politiker in Österreich wohl verärgert, es werden christlich-soziale Politikerinnen in Österreich wohl betrübt sein zu lesen, daß christlich-sozial politisch Aktive die in erster Linie in Österreich längst überfällig zu beantwortenden Fragen stellen; aber eben nicht in Östereich, sondern von Luxembourg aus.

In diesem nach wie vor obrigkeitshörigen Österreich muß, ist zu fürchten, damit die Fragen auch tatsächlich zu hören sind, doch besonders darauf hingewiesen werden, daß diese Fragen von einem Mitglied der aber nicht österreichischen christlich-sozialen Volkspartei, das in Luxembourg seit Jahrzehnten politische Aufgaben in hohen und höchsten staatspolitischen Ämtern erfüllt, gestellt werden.

Nachdem hier bereits zur Genüge über den »Geist« von Leopold Kunschak und sein Wirken in der Gegenwart zu lesen war oder jetzt gelesen werden kann, reicht es für diesmal, aus diesem vor kurzem eingelangten Schreiben wenige Tage vor der Verleihung der Kunschak-Preise im Hauptquartier NR zu zitieren:

Gab es niemanden der den Preis abgelehnt hat?

Gab es bei früheren Preisträgern keine Proteste?

In diesem Schreiben wird auch, um ein Beispiel dafür zu geben, daß mit Fragen auch Handlungen einherzugehen haben, eine Einschätzung über den Versuch abgegeben, Premierminister Jean Claude Juncker noch von einer Preisannahme abhalten zu können. Und diese Passage schließt mit der Folgerung: »Wenn ich es richtig verstehe wird ihm damit ein Bärendienst erwiesen von den Freunden aus der ÖVP.«

Dieses Schreiben endet mit dem Satz, der für Österreich sehr zutreffend ist:

Mir scheint die Politik ist auf sehr bedenklichen Wegen.

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