Die Wiederkehr ins Unveränderte

Posted on 27. März 2009

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Ob es für die ÖVP bereits unmöglich geworden ist, neue Kandidaten und Kandidatinnen zu finden, ist für Nichtmitglieder der christlich-sozialen Partei ohne Belang, zu einem Teil jedoch das Warum.

Von Belang also ist, wen sie für die kommende EU-Wahl gefunden hat, und warum.

Ernst Strasser.

Wofür dieser ehemalige Innenminister vor einigen Jahren stand, daran soll mit dem nachstehenden Auszug erinnert werden.

Ob tatsächlich zu 2001 in Österreich sich etwas wesentlich verändert hat, mag die Leserin, der Leser selbst entscheiden.

Unverändert ist, das kann nach kurzer Recherche jetzt schon gesagt werden:  »Wiener Nachrichten Online« gibt es nach wie vor, auch mit der bequemen Erreichbarkeit der freiheitlichen Organisationen.

Und wenn für die zweite FPÖ auch noch Ewald Stadler als Spitzenmann kandidiert, wird sich daraus eine schöne Einheit des nationalen Engdenkens ergeben. Eine für die Menschen in Österreich sicher sehr ehrenvolle und förderliche Präsentation des Landes Österreich in der Welt.

Mit eigenkenntlichmachender Erheiterung darf zum Beispiel dann dadurch gerechnet werden, welche Wortbeutel Ewald Stadler in diesem Schwesternzwist Andreas Mölzer, der ohne Wahlkampf Ewald Stadler schon einen klerikal-faschistischen Politiker nennt, gegen seinen Kopf schleudern wird. Und wie über Österreich dann im Gesamten berichtet werden wird. Die Antworten der ersten und der zweiten FPÖ sind aber jetzt schon bekannt vorstellbar: das Ansehen Österreichs im Ausland beschädigen die Vaterlandsverräterinnen und Nestbeschmutzer, und nicht sie, und nicht sie. Auch Ernst Strasser mit Josef Pröll wird diesen Wendungen einiges wieder abgewinnen können.

Gesendet am: Mittwoch, 03. Oktober 2001 00:17 An: Ernst Strasser Betreff: Offene Email an den derzeitigen Innenminister Österreichs

Sehr geehrter Herr Ernst Strasser, der heutige Beschluß des Desintegrationsvertrages gibt wieder einmal einen Anlaß dafür, kurz festzuhalten, wofür Sie als Hauptverhandler dieses Vertrages und Ihre Christlichsoziale Partei auch stehen:

* für das ungehinderte Agieren-Lassen von Rechtsextremen im Internet: Mit meiner offenen Email vom 25. Juni 2001 an Ihre Vizekanzlerin, die auch an Sie, Herr Strasser, ergangen ist, habe ich auf „Wiener Nachrichten Online“ aufmerksam gemacht. Heute, am 2. Oktober 2001, kann von „Wiener Nachrichten Online“ immer noch bequem auf unzählige ausländische Homepages von rechtsextremistischen Vereinigungen zugegriffen werden, aber auch auf sehr viele Organisationen Ihrer Regierungspartnerin FPÖ.

Im „großen und ganzen“ können Sie, Herr Strasser, um eine Ihrer Phrasen zu verwenden, und Ihre Christlichsoziale Partei mit diesen Ihren Leistungen „zufrieden sein“, die Herrn Peter Westenthaler und die gesamte Freiheitliche Partei (zu der auch Andreas Mölzer gehört) nicht nur geradezu, sondern vollkommen glücklich machen dürften.

Posted in: Politik