Schnelle/langsame Entscheidungen

Posted on 16. Februar 2009

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Offene E-Mail
an Frau Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur,
Dr. Claudia Schmied, vom 15. Februar 2009:

Sehr geehrte Frau Dr. Schmied,
 
„Gefahr im Verzug“ ist bei Kunstschaffenden schon lange: in finanzieller Hinsicht. Und das wissen Sie selbst schon sehr lange, wenn ich Sie auf den Bericht im „Standard“ vom 28. Jänner 2009 verweisen darf. Und dennoch gibt es von Ihnen lediglich Ankündigungen, wie: mal eine Arbeitsgruppe einzurichten, jetzt mal damit intensiv zu beschäftigen, jetzt mal eine Konferenz im Mai  …
 
Es ist dringlich notwendig, daß Sie als zuständige Ministerin in diesem Bereich endlich ebenso schnell handeln wie bei der Erteilung eines Unterrichtsverbotes. Na ja, so schnell wie beim Unterrichtsverbot gegen einen „Islamlehrer“ sollte es denn wieder nicht gehen: Zeit für eine umfassende Erhebung des Sachverhalts wäre schon angebracht.
 
In bezug auf die soziale Lage der Kunstschaffenden aber ist der Sachverhalt schon längst klar. Hier geht es endlich um positiv konkrete und sofort wirksame Maßnahmen für Kunstschaffende und auch für Kunst, Literatur, Musik, Film, kurz: für alle Formen der künstlerischen Äußerung an sich.
 
Wahrscheinlich aber sollten Kunstschaffende in Österreich sich zu römisch-katholischen Priestern ausbilden lassen, um sich auch an der besonderen Fürsorge durch den österreichischen Staat über Jahrzehnte hinweg erfreuen zu können. Was damit gemeint ist? Der Link bringt Ihnen Aufklärung: 
 
Mit freundlichen Grüßen,
Bernhard Kraut 
Posted in: Politik