Dritter NR-Präsident und das Ranking von Verbrechen

Posted on 11. Februar 2009


Auf der Website von Dr. Martin Graf, dem derzeitigen dritten Nationalratspräsidenten in Österreich, ist heute, am 11. Februar 2009, zu lesen:

Die von Beneš veranlaßte und durchgeführte Vertreibung der Sudetendeutschen sei ein Nachkriegsverbrechen gewesen, also noch viel schlimmer als ein Kriegsverbrechen“. Im Westen Europas habe es keine solche Vertreibung deutscher Volksgruppen gegeben, dort seien nur die NS-Verbrecher abgeurteilt worden. „Aber in der damaligen Tschechoslowakei (CSR) wollte man einen ethnisch homogenen Staat schaffen“. Das war das wahre Ziel der Vertreibung gewesen.

Welchen Zweck verfolgt Dr. Martin Graf als dritter Nationalratspäsident der Republik Österreich damit, derartige Aussagen auf seiner Website weiterhin zu verbreiten? Wobei menschgemäß bei der Beantwortung auch zu berücksichtigen ist, was er sonst noch auf seiner Website verbreitet, wen er unbedingt als Mitarbeiter im Parlament haben will, wo er unbedingt ein ganzes Leben lang Mitglied sein möchte und so fort, und so fort.

Wenn Edvard Beneš schlimmer, wie Dr. Martin Graf verbreitet, gewesen sei als ein Kriegsverbrecher, wer war dann für Dr. Martin Graf weniger schlimm, harmloser?

Wenn die damalige Tschechslowakei, wie Dr. Martin Graf verbreitet, einen ethnisch homogenen Staat schaffen wollte, welchem Staat darf dies dann auch nicht als Verbrechen angelastet werden?

Und wer hat alle diese Fragen an Dr. Martin Graf zu stellen?

Und wer zieht daraus Konsequenzen?

Posted in: Politik